Anklickfotos
| Montag, 6. Juni 09:30 - 17:30 Papier- und Techn. Abnahme (Place Centrale des Jac.) |
Donnerstag, 9. Juni 19:00 - 21:00 Qualifying 22:00 - 24:00 Qualifying |
| Dienstag, 7. Juni 17:00 Autogrammstunde |
Freitag, 10. Juni 10:00 - 20:00 Uhr Pitwalk 18:00 - 20:00 Uhr Fahrerparade |
| Mittwoch, 8. Juni 16:00 - 20:00 Freies Training 22:00 - 24:00 Qualifying |
Samstag, 11. Juni 09:00 - 09:45 Uhr Warm-up 14:22 Uhr Beginn Startprozedur 15:00 Uhr Start der 24h Le Mans |
Starterliste Update 25.5.11
Zeittraining 3 |
Sonntag, 12. Juni 15:00 Uhr Zieleinlauf |
Hier die neuesten "Spotterguides" zum Rennen:

Vorbericht Nr. 29 |
13.6.2011 |
79. AUSGABE SPANNEND BIS ZUM SCHLUSS
Gerade mal 13 Sekunden betrug der Unterschied zwischen Sieger und Zweitplatziertem: Mit diesem Minimalvorsprung konnte Vorjahressieger Audi seinen Titel erfolgreich vor Peugeot verteidigen. Als die große Rolex bei Start und Ziel am Sonntag Nachmittag 15 Uhr zeigte, war das erwartete Duell zwischen den beiden Rennställen zu ende. Ein Werksaudi siegte vor vier Peugeots. Es war eine der knappsten Rennentscheidungen in der Geschichte von Le Mans. Die LMP2 gewann das britische Team Zytek-Nissan. Corvette war doppelt erfolgreich, und zwar in der GT Pro und der GT Amateur Klasse.
Unglaubliche 250.000 Zuschauer waren in diesem Jahr zum 24 Stunden-Rennen an den Circuit de La Sarthe gekommen. Dank starker Fahrer, ständiger Führungswechsel und regelmäßigen Dramen brauchten sie ihr Kommen nicht zu bereuen. Nachdem zwei Audis aufgrund schwerer Unfälle nichts mehr mit der Entscheidung zu tun hatten, lag es am einzig verbleibenden Wagen aus Ingolstadt, den Titel aus 2010 zu verteidigen. Benoit Treluyer aus Frankreich, André Lotterer (GER) und der Schweizer Marcel Fässler hielten dem Druck stand und gewannen am Sonntag mit minimalem Vorsprung. "Das war echt hart. Alle Erwartungen lagen auf diesem einen Wagen", so ein sehr emotionaler Dr. Wolfgang Ullrich. "An diesem Wochenende haben wir zwei Autos verloren und müssen froh sein, dass unsere Piloten beide gesund sind. Aber Treluyer-Lotterer-Fässler machten im Audi R18 TDI einen Superjob." Die diesjährigen Sieger kamen im Vorjahr auf Rang zwei und sorgten mit diesem Erfolg für den insgesamt zehnten Sieg von Audi in Le Mans. "Ich freue mich riesig auf meinen Rolex Cosmograph Daytona", so Marcel Fässler aus dem schweizerischen Einsiedeln.
Nicht minder spannend war das Rennen in der LMP2. Elf Fahrzeuge waren angetreten und schenkten sich ebenso nichts. Am Ende hatte der Zytek mit seinem Nissan-Motor unter der Haube die Nase vor seinen Gegnern. Auf Platz zwei fuhr der Oreca-Nissan, dritter wurde der Lola-Honda. In den GT Klassen Pro und Amateur feierte Corvette einen Doppelsieg. Nach plötzlichen Problemen während der Nacht schaffte die Corvette mit Beretta (MCO), dem Spanier Garcia und Milner aus den USA doch noch den Sieg. Die zweite Corvette lag lange in Führung, war aber durch Oliver Gavin (GBR) am Sonntagmorgen in einen Unfall mit einem Porsche des Team Felbermayer verwickelt. Rang zwei ging an den Af Corsa Ferrari mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Giancarlo Fisichella aus Italien vor einem BMW M3GT. Es war der siebente Klassensieg für Corvette seit Rückkehr in den Rennzirkus vor zehn Jahren. "Was gibt es Schöneres, als einen Sieg zum 100. Geburtstag von Chevrolet", so der Vizepräsident von Chevrolet, Jim Campbell, zur Vorstellung seiner Autos.
Wie gesagt, auch in der GTE Am (Amateure) siegte der amerikanische Hersteller: Rang eins für das französische Team Labre Competition vor einem Porsche und einem starken amerikanischen Ford GT. Mit am Podium in Le Mans war als Ditte Andrea Robertson - die erste Frau seit den 30ern. "Wir sind sehr stolz, dass wir hier sein durften. Es ist unglaublich, dass wir jetzt sogar am Podest stehen. Wahnsinn", sagte eine gerührte Ms. Robertson.
Abgesehen von einem leichten Regenschauer am Sonntagnachmittag herrschte perfektes Rennwetter - die Fans kamen voll auf ihre Kosten. Das siegreiche Audi-Team fuhr während der 24 Stunden 355 Runden, wesentlich weniger als beim vorjährigen Rekord (397). Dies lag nicht nur an schwächeren Motoren in der LMP1 aufgrund eines neuen Regulativs, sondern auch an den langen Safety Car Perioden aufgrund der schweren Unfälle.
Text: Rolex
Vorbericht Nr. 28 |
13.6.2011 |
BMW in Le Mans auf Rang drei in der GTE Klasse
Zwölf Jahre nach dem triumphalen Gesamtsieg mit dem BMW V12 LMR steht BMW Motorsport beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans wieder auf dem Podium: In der LM GTE Klasse erreichten Andy Priaulx, Dirk Müller und Joey Hand im BMW M3 GT mit der Startnummer 56 den dritten Platz. Schlussfahrer Hand sah nach 313 packenden Runden und einer Distanz von über 4.200 Kilometern die Zielflagge auf dem "Circuit de la Sarthe".
Die Fahrer des zweiten BMW M3 GT mit der Nummer 55 - Augusto Farfus, Jörg Müller und Dirk Werner - verließen den Langstreckenklassiker hingegen mit leeren Händen. 276 Runden hatte das Trio gekämpft und sich nach Zwischenfällen im Klassement immer wieder nach vorn gearbeitet. Knapp zweieinhalb Stunden vor Rennende rollte der BMW M3 GT jedoch auf der fünften Position fahrend ohne Vortrieb in der "Mulsanne"-Kurve aus. Zuvor hatte Jörg Müller der Box Vibrationen im Cockpit gemeldet. Der Sieg in der LM GTE Kategorie ging an die Corvette-Piloten Olivier Beretta, Tommy Milner und Antonio Garcia.
In der phasenweise dramatischen 79. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans, die von mehreren spektakulären und besorgniserregenden Unfällen überschattet wurde, erlebte das Team BMW Motorsport ein ständiges Auf und Ab. Beide Fahrzeuge mussten mehrere ungeplante Boxenstopps für Reparaturen und Reifenwechsel absolvieren, im letzten Rennabschnitt sorgten Regenschauer für eine zusätzliche Variable. Die beiden BMW M3 GT, die von der Poleposition und Rang drei in Marathon gegangen waren, konnten ihre Leistungsfähigkeit über die gesamte Renndistanz mit konkurrenzfähigen Zeiten unter Beweis stellen. In 3:58,876 Minuten gelang Dirk Müller die schnellste Rennrunde in der der GTE Kategorie. Vor dem Hintergrund der diversen Zwischenfälle war der dritte Platz für Priaulx, Dirk Müller und Hand jedoch letztlich das wohl bestmögliche Ergebnis.
Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans geht in dieser Saison auch in die Wertung des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) ein. In diesem Wettbewerb stand BMW nach Platz drei in Frankreich bisher nach allen Rennen auf dem GTE-Podium. In Sebring feierte BMW den Doppelsieg in der GT-Klasse, während die BMW Piloten beim 1000-Kilometer-Rennen von Spa-Francorchamps ebenfalls der Sprung auf Platz drei geglückt war.
BMW Motorsport gratuliert Audi Sport und Corvette Racing zu ihren Siegen in den hart umkämpften LM P1 und LM GTE Pro Klassen.
Text: BMW AG
Vorbericht Nr. 27 |
13.6.2011 |
Peugeot 908 in Le Mans - Diesel-Sportwagen schrammt knapp am Sieg vorbei
- Löwenmarke belegt die Ränge zwei, drei und vier
- Peugeot 908 überzeugt mit Zuverlässigkeit und niedrigem Verbrauch
- Spannender Kampf über 24 Stunden
Am Ende entschieden lediglich 13,854 Sekunden das wichtigste Sportwagen-Rennen der Welt. Nach einem dramatischen Kampf verpasste Peugeot bei den 24 Stunden von Le Mans nur knapp den Sieg. Die drei Peugeot 908 kamen auf den Positionen zwei, drei und vier ins Ziel.
Bestplatziertes Fahrzeug der Löwenmarke beim Eintages-Klassikers war die Startnummer #9 von Simon Pagenaud (F), Pedro Lamy (P) und Sébastien Bourdais (F). Der französische Diesel-Sportwagen lieferte sich über lange Zeit enges Duell mit dem später siegreichen Audi. Nachdem beide Fahrzeuge rund 30 Minuten vor dem Rennende gleichzeitig ihren letzten Routineboxenstopp absolviert hatten, trennten sie lediglich 6,5 Sekunden. Allerdings nutzte der Audi danach den Vorteil neuer Michelin-Reifen und setzte sich von Pagenaud wieder ab.
"Wir sind hier angetreten, um zu siegen, daher bin ich natürlich enttäuscht", so Olivier Quesnel, der Direktor von Peugeot Sport. "Allerdings kann das ganze Team stolz darauf sein, drei absolut zuverlässige Fahrzeuge vorbereitet zu haben. Unsere Fahrer haben nie aufgegeben. Uns hat in diesem 24-Stunden-Sprint nur ganz wenig gefehlt, um selbst den Sieg einzufahren. Ich gratuliere Audi. Es war ein sportlicher und mit gegenseitigem Respekt geführter Kampf."
Die drei Peugeot 908 konnten im Rennen ihren Verbrauchsvorteil ausspielen. Während die Konkurrenz alle zehn bis elf Runden Nachtanken musste, schafften die französischen LMP1-Sportwagen zwölf Umläufe mit einer Tankfüllung. Zudem konnten die Fahrer in der Nacht vier Stints mit einem Reifensatz zurücklegen.
"In Sachen Zuverlässigkeit haben wir unser Ziel erreicht", so Bruno Famin, der Technische Direktor von Peugeot Sport. "Das Rennen wurde durch den Speed entschieden. Da fehlte uns etwas, besonders mit den harten Reifen. Das reichte unserem Gegner, um die Oberhand zu gewinnen."
Rang drei belegten in Le Mans die Franzosen Nicolas Minassian, Franck Montagny und Stéphane Sarrazin im Peugeot 908 mit der Nummer #8. Ihre Chancen auf den Sieg schwanden nach einer einminütigen Durchfahrtstrafe wegen eines Fehlers bei einem Routinestopp. Auf Position vier erreichten Anthony Davidson (GB), Marc Gené (E) und Alexander Wurz (A) im dritten Diesel-Sportwagen aus Frankreich das Ziel. Nach einem Unfall von Wurz am Sonntagmorgen hatte die Nummer #9 bei der notwendigen Reparatur zum Wechsel der Radaufhängung vorn rechts neun Minuten verloren.
Peugeot führt nach dem dritten Lauf des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) mit nun 103 Zählern weiterhin die Markenwertung an. Das nächste Rennen der ILMC ist am 2./3. Juli in Imola (I).
Text: Peugeot
Vorbericht Nr. 26 |
13.6.2011 |
Vier Porsche 911 GT3 RSR unter den besten Acht
Die Vorjahressieger haben bei der 79. Auflage des Langstreckenklassikers das Podium knapp verpasst. Nach 24 Stunden wurde das Team Felbermayr-Proton mit den Porsche-Werksfahrern Marc Lieb (Ludwigsburg), Richard Lietz (Österreich) und Wolf Henzler (Nürtingen) als Vierte der Sportwagen-Klasse GTE Pro abgewinkt. Das französische Team IMSA Performance Matmut holte im 911 GT3 RSR den fünften Rang vor dem Team Flying Lizard Motorsports aus den USA. Der belgische Elfer von ProSpeed Competition beendete die 24 Stunden von Le Mans als Achter. In der Klasse GTE Am, in der nur ein Profirennfahrer pro Auto und lediglich Vorjahresfahrzeuge gestattet sind, feierte das französische Team Larbre Competition einen zweiten Platz mit dem 911 GT3 RSR.
Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen: "Alle unsere Teams sind sehr gut vorbereitet in das Rennen gegangen. Der Porsche 911 GT3 RSR hat sich unter schwierigsten Bedingungen als enorm standfest und zuverlässig erwiesen. Leider mussten unsere Teams zwei Unfälle verkraften. Die von uns erwarteten Performance-Unterschiede, die auf die aktuellen Einstufungen - "Balance of Performance" - zurückzuführen sind, hat man auch im Rennen deutlich gesehen. Leider waren die schnellsten 911 GT3 RSR zusätzlich von dem Phänomen betroffen, dass sie die eigentlich kalkulierte Rundenzahl pro Reifensatz nicht erzielen konnten, was eine Reihe zusätzlicher Reifenwechsel bedeutet hat. Unter diesen Umständen können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein - vor allem in der GTE-Am-Klasse, in der eines unserer Teams auf dem Podium gelandet ist. Ich gratuliere allen Teams, Fahrern und Partnern, die zu diesem guten Ergebnis beigetragen haben."
Wie schon 2010 glänzte die bestplatzierte Porsche-Crew mit hoher Zuverlässigkeit in allen Bereichen. Die Fahrer Marc Lieb, Richard Lietz und Wolf Henzler fuhren ein von zahllosen Unfällen und Safety-Car-Phasen geprägtes Rennen fehlerfrei zu Ende. Nur in der Anfangsphase verlor das Team mehr als eine Runde, erst an der roten Ampel bei der Boxenausfahrt, dann wegen eines Reifenschadens, der auch eine Reparatur an der Karosserie nach sich zog. Ansonsten musste der blaue 911 GT3 RSR lediglich zum Reifenwechsel und Tanken die Boxen ansteuern. Dabei überzeugte die Boxenmannschaft des Teams Felbermayr-Proton unter Leitung von Teamchef Christian Ried erneut durch schnelle Stopps.
Auch Porsche-Werksfahrer Patrik Pilet (Frankreich) verlor im Elfer von IMSA Performance Matmut in der Schlange an der roten Boxenausfahrtsampel Zeit. Kurz vor Mitternacht lagen Pilet und seine Fahrerkollegen, Teambesitzer Raymond Narac und sein französischer Landsmann Nicolas Armindo, daher nur auf dem achten Platz in der GTE-Pro-Klasse. Mit konstanten Rundenzeiten und einem problemlos laufenden Elfer kämpfte sich das Trio mit den beiden Le-Mans-Routiniers Pilet und Narac und dem 24-Stunden-Neuling Armindo auf Platz fünf nach vorne.
Einen abwechslungsreichen Marathon haben die Piloten von Flying Lizard Motorsports hinter sich. In der Anfangsphase passte die Abstimmung noch nicht hundertprozentig, außerdem war ein Reifenschaden zu beklagen. Die Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) lagen zusammen mit Lucas Luhr (Ermatingen) zwischenzeitlich dennoch auf einem aussichtsreichen vierten Platz. Sie fielen wegen eines technischen Problems auf den achten Rang zurück und waren zufrieden, das schwierige Rennen als Sechste zu beenden.
Kämpfen bis zum Schluss - das war auch die Devise der belgischen Mannschaft. Werksfahrer Marco Holzer (Lochau), der Belgier Marc Goossens und der Niederländer Jaap van Lagen hatten sich im ersten Renndrittel bis fast an die Spitze herangearbeitet und erreichten wegen Zeitverlust durch zwei kleinere Reparaturpausen den achten Platz der Klasse. Den unermüdlichen Mechanikern von ProSpeed Competition wurde eine besondere Ehre zuteil: Sie erhielten den bereits zum 36. Mal verliehenen "Prix ESCRA" als beste Boxen-Crew des gesamten Rennens.
In der Kategorie GTE Am freute sich Larbre Competition über Platz zwei mit dem Vorjahres-Elfer und den Fahrern Christophe Bourret, Pascal Gibon und Jean-Philippe Belloc (alle Frankreich). Zwei der drei 911 GT3 RSR in dieser Klasse fielen nach unverschuldeten Unfällen aus. Davon betroffen war das zweite Fahrzeug von Felbermayr-Proton. Wegen eines Reifenschadens flog Abdulaziz Al Faisal (Saudi-Arabien) in der schnellen Indianapolis-Kurve von der Strecke. Der Pro-Elfer, den er mit Nick Tandy (Großbritannien) und Bryce Miller (USA) geteilt hatte, war zu schwer beschädigt, um ihn während des Rennens zu reparieren. Al Faisal entstieg dem Auto zum Glück unverletzt. Horst Felbermayr Senior (Team Proton Competition) wurde kurz vor 8.00 Uhr am Morgen Opfer eines Konkurrenten, der mit großer Wucht die Fahrerseite des 911 GT3 RSR aus der GTE-Am-Klasse traf. Der Österreicher wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.
Ergebnis Klasse GTE Pro1. Garcia/Milner/Beretta (E/USA/MC), Chevrolet Corvette C6 ZR1, 314 Runden
2. Fisichella/Bruni/Vilander (I/I/FIN), Ferrari 458 Italia, 314
3. Priaulx/Müller/Hand (GB/D/USA), BMW M3 GT, 313
4. Lieb/Lietz/Henzler (D/A/D), Porsche 911 GT3 RSR, 312
5. Pilet/Narac/Armindo (F/F/F), Porsche 911 GT3 RSR, 311
6. Bergmeister/Long/Luhr (D/USA/D), Porsche 911 GT3 RSR, 310
8. Holzer/Goossens/van Lagen (D/B/NL), Porsche 911 GT3 RSR, 293
Ergebnis Klasse GTE Am
1. Gardel/Canal/Bornhauser (CH/F/F), Chevrolet Corvette, C6-ZR1, 302 Runden
2. Bourret/Gibon/Belloc (F/F/F), Porsche 911 GT3 RSR, 301
Text: Porsche AG
Vorbericht Nr. 25 |
12.6.2011 |
Einer kam durch !
In einem der spannendsten und dramatischsten 24-Stunden-Rennen der Le-Mans-Geschichte hat sich die Audi-ultra-Leichtbau-Technologie durchgesetzt. Bei dem faszinierenden Thriller, der über 250.000 Zuschauer an der Rennstrecke und Millionen vor den Fernsehschirmen weltweit in Atem hielt, holten Marcel Fässler (Schweiz), André Lotterer (Deutschland) und Benoît Tréluyer (Frankreich) mit dem innovativen Audi R18 TDI den insgesamt zehnten Le-Mans-Sieg für die Marke mit den vier Ringen.
Die 79. Auflage des berühmtesten Langstrecken-Rennens der Welt war an Dramatik kaum zu übertreffen. Nachdem Audi bereits im ersten Renndrittel zwei seiner Audi R18 TDI durch Unfälle verlor, ruhten alle Hoffnungen auf dem Fahrzeug mit der Startnummer "2", das sich im Qualifying die Pole-Position gesichert hatte. 16 Stunden lang mussten Fässler, Lotterer und Tréluyer alleine gegen die drei Werks-Peugeot kämpfen, die nichts unversucht ließen, um Audi den Sieg streitig zu machen.
Am Sonntagvormittag lagen die vier schnellsten Fahrzeuge noch immer innerhalb weniger Sekunden an der Spitze des Feldes. Immer wieder wechselte die Führung auch abhängig von den unterschiedlichen Strategien. Und stets spielten Fässler, Lotterer und Tréluyer den Performance-Vorteil ihres Diesel-Sportwagens aus, der im ersten Jahr des Motor-Downsizings in Le Mans klar das schnellste Auto im Feld war. Mit 3.25,289 Minuten gelang es André Lotterer in der 229. Rennrunde sogar, die Bestzeit aus dem Qualifying zu unterbieten.
Auch die Zuverlässigkeit des neuen Audi R18 TDI war eindrucksvoll: Während der gesamten Renndistanz musste das Fahrzeug mit der Startnummer "2" keinen einzigen außerplanmäßigen Boxenstopp einlegen. Nur ein Problem mit dem Tank bereitete der Mannschaft rund um Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich und dem Technischen Direktor des Audi Sport Team Joest, Ralf Jüttner, etwas Kopfzerbrechen. Es konnten nicht die vollen 65 Liter Tankinhalt ausgenutzt werden. André Lotterer musste in der Schlussphase daher genügend Vorsprung für einen zusätzlichen Tankstopp herausfahren - und das bei teilweise schwierigsten Bedingungen mit Nieselregen, welcher die Strecke extrem rutschig machte.
Lotterer meisterte auch diese Hürde. Nach dem letzten Tankstopp ging der Deutsche mit sieben Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Peugeot in den letzten Stint. Am Ende überquerte er die Ziellinie nach 24 Stunden unter dem frenetischen Jubel seiner Teamkollegen Marcel Fässler und Benoît Tréluyer und der gesamten Audi-Mannschaft mit 13,420 Sekunden Vorsprung als Erster. Für die drei Audi-Piloten, die im vergangenen Jahr den zweiten Platz belegt hatten, war es der erste Le-Mans-Erfolg - für Audi der zehnte.
"Es war ein fantastischer Triumph der Audi-ultra-Leichtbau-Technologie unter Extrembedingungen", erklärte Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG, der das packende Rennen selbst an der Box verfolgte. "Nachdem wir im vergangenen Jahr vor allem dank Zuverlässigkeit und Effizienz einen Rekordsieg gefeiert haben, hatten wir in diesem Jahr nicht nur das zuverlässigste, sondern auch das schnellste Auto." Entwicklungsvorstand Michael Dick sagte: "Das Team sowie die ganze Audi-Mannschaft haben erstklassige Arbeit geleistet, vor der man großen Respekt haben muss. Dieser zehnte Le-Mans-Erfolg unserer Marke war zweifellos der am härtesten erkämpfte - und damit vielleicht der wertvollste. Gleichzeitig haben wir, wenn auch unfreiwillig, bewiesen, dass unsere Ingenieure sehr sichere Autos bauen."
Allan McNish und Mike Rockenfeller überstanden extrem schwere Unfälle im ersten Renndrittel unverletzt. McNish hatte im Audi R18 TDI mit der Startnummer "3" kurz vor Ende der ersten Stunde die Führung übernommen, als er im Streckenabschnitt "La Chappelle" von einem GT-Fahrzeug bei Tempo 170 am linken Hinterrad getroffen wurde. Der R18 TDI kreiselte von der Strecke, prallte mit hoher Wucht gegen die Streckenbegrenzung und überschlug sich. Das aus einem Stück gefertigte Kohlefaser-Monocoque des Audi R18 TDI hielt dem Aufprall stand. McNish konnte dem Wrack unverletzt entsteigen und nach einer vorsorglichen Untersuchung im Krankenhaus an die Rennstrecke zurückkehren.
Einen noch größeren Schutzengel hatte Mike Rockenfeller, als er kurz vor 23 Uhr auf Platz zwei liegend im schnellsten Streckenabschnitt bei ca. 300 km/h ebenfalls von einem GT-Fahrzeug am linken Hinterrad touchiert wurde. Der Audi R18 TDI bog nach links ab und prallte mit 270 km/h gegen die Leitplanken auf der Anfahrt zur "Indianapolis"-Kurve. Auch diesem enormen Aufprall hielt das von Audi in einem neuartigen Verfahren entwickelte und produzierte Kohlefaser-Monocoque stand. Auch der vordere Crash-Absorber und alle weiteren passiven Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeugs erfüllten ihren Zweck. Mike Rockenfeller konnte dem Wrack selbst entsteigen. Der Vorjahressieger blieb vorsorglich über Nacht im Krankenhaus, konnte dieses am Sonntagvormittag aber schon wieder verlassen.
"Die Sicherheitsstandards bei Audi sind einfach enorm und haben mir das Leben gerettet", erklärte Mike Rockenfeller. "Ich hatte noch nie in meinem Leben einen solchen Unfall und hoffe, dass ich das auch nicht mehr erfahren muss." Ähnlich war der Kommentar von Allan McNish: "Ich danke den Audi-Konstrukteuren, dass sie ein Auto entwickelt haben, dem man nach so schweren Unfällen unverletzt entsteigen kann."
Mit dem zehnten Sieg in 13 Jahren hat Audi seine Erfolgsgeschichte bei den 24 Stunden von Le Mans um ein eindrucksvolles Kapitel erweitert. Nach dem ersten Erfolg eines TFSI-Motors im Jahr 2001, dem ersten Triumph eines Dieselfahrzeugs 2006 und dem ersten Erfolg mit variabler Turbinengeometrie VTG im vergangenen Jahr triumphierte Audi erneut mit innovativer Technik. "Die Audi-ultra-Technologie hat an diesem Wochenende einen extremen Härtetest bestanden", sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich nach der Zieldurchfahrt. "Wenn man neue Wege einschlägt, ist das immer mit einem Risiko verbunden. Aber dieses Risiko hat sich absolut ausgezahlt. Der Audi R18 TDI war in Le Mans 2011 eine Klasse für sich. Vor allem aufgrund der beiden extrem schweren Unfälle war es für uns das emotional bisher schwierigste Le-Mans-Rennen. Dass es unsere Mannschaft mit nur einem Auto geschafft hat, die starke Konkurrenz 16 Stunden lang in Schach zu halten, ist fast unglaublich. Es ist eine Geschichte, wie sie meiner Meinung nach nur Le Mans schreiben kann. Jeder bei Audi kann stolz auf diesen Triumph sein. Die Nachricht, dass Allan (McNish) und Mike (Rockenfeller) die extrem schweren Unfälle so gut überstanden haben, ist dabei allerdings genauso wichtig wie des zehnten Audi-Sieges."
Text: Audi
Vorbericht Nr. 24 |
10.6.2011 |
Zwei Audi in der ersten Startreihe

Die erste Startreihe bei der 79. Auflage der berühmten 24 Stunden von Le Mans gehört Audi. In einem der spannendsten Qualifyings der letzten Jahre setzten sich der neue Audi R18 TDI durch. Benoît Tréluyer holte mit einer Zeit von 3.25,738 Minuten den besten Startplatz für Audi. Sein französischer Teamkollege Romain Dumas war lediglich 0,061 Sekunden langsamer. An Tréluyers Bestzeit bissen sich die Konkurrenten in der Schlussphase des packenden Qualifyings, in dem die schnellsten sechs Fahrzeuge innerhalb von nur sechs Zehntelsekunden lagen, trotz zahlreicher Anläufe die Zähne aus.
Auf viel Arbeit muss sich dagegen die Crew der Startnummer "3" einstellen. Beim Versuch, sich vom fünften Platz noch in die ersten beiden Startreihen nach vorne zu schieben, rutschte Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen im Abschnitt "Tertre Rouge" gegen die Streckenbegrenzung. Trotz umfangreicher Schäden kann der R18 TDI von Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish bis zum Rennen repariert werden: Das aus einem Stück gefertigte Kohlefaser-Monocoque blieb beim Aufprall intakt.
Peugeot verpasst nur knapp die Pole

Am Samstag wird der beste Peugeot 908 [# 9] auf der dritten Startposition stehen, gefolgt von der [# 8] auf
Platz 4 und der [# 7] auf dem sechsten Platz.
Olivier Quesnel, Peugeot Sport Direktor: "Die #7 und #8 standen lange Zeit an der Spitze der Zeitenliste und die #9 kam
nahe an die Polezeit am Ende der Sitzung. So haben unsere drei Autos ihre Chancen in diesem unglaublich hart umkämpften
Qualifying wahrgenommen. Unsere Fahrer haben einen tollen Job gemacht und sie sind zufrieden mit dem Set-up ihrer Autos.
Es ist ziemlich erstaunlich, dass es nach sechs Stunden Qualifikation sechs Autos gibt, die nur um knapp eine halbe Sekunde
auseinander liegen, und das auf einer Strecke, die über 13 Kilometer lang ist!
Bei 56 Autos auf der Strecke ist es der Verkehr, der mitbestimmt, wer die Pole-Position belegt.
Wir haben eine fantastische Show geboten, während auch der Abschluss unseres Arbeitsprogramms in Bezug auf Reifen und
Set-up erreicht wurde. Wir hatten überhaupt keine Probleme.
Jeder im Team war fokussiert auf die Leistung der Autos während des spannenden Qualifyings, doch jetzt haben wir die
24 Stunden des Rennens vor uns!
In Le Mans ist vor allem die Zuverlässigkeit, gute Boxenstopps, der Kraftstoffverbrauch und die Strategie wichtig.
Das Rennen wird dies alles extrem testen."
BMW erringt GTE-Poleposition und Startplatz drei

BMW Motorsport hat sich eine exzellente Ausganglage für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans (FR) verschafft. In der dritten Qualifying-Session auf dem "Circuit de la Sarthe" gelang Augusto Farfus (BR) im BMW M3 GT mit der Startnummer 55 in 3:57,592 Minuten die schnellste Zeit in der LM GTE Klasse. Damit starten der 27-Jährige und seine Fahrerkollegen Jörg Müller (DE) und Dirk Werner (DE) von der Poleposition. Der zweite BMW M3 GT (Nummer 56) geht vom dritten Rang in die 79. Auflage des Langstreckenklassikers. Andy Priaulx (GB) hatte die Zeit von 3:58,426 Minuten bereits im ersten Qualifying am Mittwoch erreicht.
Allerdings verpassten der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister und seine Fahrerkollegen Dirk Müller (DE) und Joey Hand (US) die dritte Qualifying-Session am Donnerstag. In der Schlussphase des zweiten Zeittrainings war Priaulx in der Ford-Schikane nur noch Passagier, nachdem ein zuvor von der Strecke abgekommenes Auto Kies auf der Fahrbahn verteilt hatte. Er konnte seinen BMW M3 GT nicht mehr kontrollieren und schlug frontal in die Reifenstapel ein. Während die Frontpartie des Autos schwer beschädigt wurde, kam Priaulx glücklicherweise mit dem Schrecken davon.
Porsche: "Das Beste aus den Möglichkeiten gemacht"

Als schnellster Porsche-Fahrer qualifizierte Werkspilot Marc Lieb (Ludwigsburg) den 911 GT3 RSR des Felbermayr-Teams für Startplatz sieben in der Sportwagen-Klasse GTE Pro. Lieb tritt im Siegerteam des Vorjahres zusammen mit den Werksfahrern Richard Lietz (Österreich) und Wolf Henzler (Nürtingen) an. In der GTE-Pro-Kategorie starten weitere vier Elfer auf dem technischen Stand von 2011. In der Klasse GTE Am gehen die drei 911 GT3 RSR aus dem Vorjahr von den Startplätzen zwei, drei und vier in die 79. Auflage des Langstreckenklassikers auf dem 13,629 Kilometer langen Kurs.
Ergebnis Qualifying LMP1
1. Fässler/Lotterer/Treluyer, Audi R18 TDI, 3:25,738 Minuten
2. Bernhard/Dumas/Rockenfeller, Audi R18 TDI, 3:25,799 Min.
3. Lamy/Bourdais/Pagenaud, Peugeot 908, 3:26,010 Min.
4. Montagny/Sarrazin/Minassian, Peugeot 908, 3:26,156 Min.
5. Capello/Kristensen/McNish, Audi R18 TDI, 3:26,165 Min.
6. Gene/Wurz/Davidson, Peugeot 908, 3:26,272 Min.
7. Lapierre/Duval/Panis, Peugeot 908 HDi FAP, 3:30,084 Min.
8. Jani/Prost/Bleekemolen, Lola Toyota, 3:32,883 Min.
9. Collard/Tinseau/Jousse, Pescarolo Judd, 3:33,066 Min.
10. Belicchi/Boullion/Smith, Lola Toyota, 3:34,573 Min.
Ergebnis Qualifying LMP2
1. Mailleux/Ordoñez/Ayari, Oreca 03-Nissan, 3:41,458 Minuten
2. Leventis/Watts/Kane, Honda Perf. Dev. Arx, 3:42,615 Min.
3. Premat/Hallyday/Kraihamer, Oreca 03-Nissan, 3:43,098 Min.
Ergebnis Qualifying GTE Pro
1. Farfus/Müller/Werner (BR/D/D), BMW M3 GT, 3:57,592 Minuten
2. Fisichella/Bruni/Vilander (I/I/FIN), Ferrari 458 Italia, + 0,448 Sekunden
3. Priaulx/Müller/Hand (GB/D/USA), BMW M3 GT, + 0,834
4. Gavin/Magnussen/Westbrook (GB/DK/GB), Chevrolet Corvette C6 ZR1, + 1,927
...
7. Lieb/Lietz/Henzler (D/A/D), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,070
9. Holzer/Goossens/van Lagen (D/B/NL), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,370
12. Bergmeister/Long/Luhr (D/USA/D), Porsche 911 GT3 RSR, + 3,432
14. Tandy/Al Faisal/Miller (GB/SAU/USA), Porsche 911 GT3 RSR + 4,160
16. Pilet/Narac/Armindo (F/F/F), Porsche 911 GT3 RSR, + 4,956
Ergebnis Qualifying GTE Am
1. Perazzini/Cioci/Breslin (I/I/D), Ferrari F430, 4:01,282 Minuten
2. Ried/Felbermayr Jr./Felbermayr Sen. (D/A/A), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,250 Sekunden
3. Bourret/Gibon/Belloc (F/F/F), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,366
4. Neiman/Law/Pumpelly (USA/USA/USA), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,636
Die vier Klassen in Le Mans:
Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 550 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm.
Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 440 PS starken, in der GT-Klasse homologierten Motoren und 900 Kilogramm Mindestgewicht.
Klasse GTE Pro: Die beliebteste Klasse der Fahrzeughersteller (bislang als GT2-Klasse ausgetragen) ist traditionell am
stärksten besetzt. Modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 500 PS und einem Mindestgewicht von 1.245 Kilogramm.
Klasse GTE Am: Wie GTE Pro, aber 2010er-Fahrzeug-Spezifikation. Außerdem darf pro Auto höchstens ein per Reglement definierter
Profifahrer eingesetzt werden.
Quellen: Audi, Porsche, Peugeot, BMW
Vorbericht Nr. 23 |
9.6.2011 |
Le Mans: Audi in Lauerstellung

Nach dem ersten Qualifying für die 79. Auflage der 24 Stunden von Le Mans (Start am Samstag um 15 Uhr) belegen die drei neuen Audi R18 TDI die Positionen zwei, drei und vier.
Das Audi Sport Team Joest nutzte den ersten Trainingstag vor allem zur Rennvorbereitung. Alle drei Fahrzeuge absolvierten unterschiedliche Programme. Ein R18 TDI war mit zusätzlichen Sensoren bestückt, um unter anderem Reifentemperaturen zu messen. An einem Auto wurde die Balance mit der für Regenwetter vorgesehenen Aerodynamik-Variante erprobt. Die dritte Mannschaft arbeitete vorwiegend an der Fahrwerksabstimmung.
Um die sechs zur Verfügung stehenden Stunden optimal zu nutzen, verzichtete das Audi Sport Team Joest darauf, in der Schlussphase des Qualifyings in den Kampf um die Pole-Position einzugreifen. Nur Mike Rockenfeller (Audi R18 TDI #1), André Lotterer (#2) und Allan McNish (#3) erhielten zu Beginn des Qualifyings jeweils einen frischen Satz Michelin-Reifen, mit dem sie sich an die Spitze des Feldes setzten. Erst eine halbe Stunde vor dem Ende wurden sie vom besten Peugeot auf die Plätze zwei, drei und vier verdrängt.
Die schnellste Runde eines Audi R18 TDI gelang André Lotterer (3.27,939 Minuten). Mike Rockenfeller war lediglich eine Hundertstelsekunde langsamer (3.27,949 Minuten). Allan McNish hatte keine freie Runde und kam auf 3.28,301 Minuten.
Einen Rückschlag musste das Audi Sport Team Joest um 22:23 Uhr hinnehmen, als Romain Dumas im Audi R18 TDI mit der Startnummer "1" in der Mulsanne-Kurve ein quer auf der Strecke stehendes GT-Fahrzeug traf. "Ich habe weder gelbe Flaggen noch Warnlichter gesehen", berichtete Dumas, der den Unfall unverletzt überstand. Auch das Sicherheitskonzept des neuen LMP1-Sportwagens bewährte sich: Vor allem Karosserieteile wurden beschädigt. Eine Reparatur bis zum abschließenden Qualifying ist problemlos möglich, zumal alle drei Fahrzeuge am Donnerstag ohnehin plangemäß teilweise neu aufgebaut und mit den für das Rennen vorgesehenen Einsatzmotoren bestückt werden.
"Der Unfall war natürlich schade, vor allem, weil Timo (Bernhard), Romain (Dumas) und Mike (Rockenfeller) dadurch wertvolle Trainingszeit verloren haben", erklärte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Aber wir sind froh, dass der Zwischenfall so glimpflich verlaufen ist. Wir haben heute viele wertvolle Daten gesammelt, die uns bei der Rennvorbereitung helfen werden. Wir haben unsere Autos nur zu Beginn mit frischen Reifen auf die Strecke geschickt und uns gleich darauf wieder auf die Arbeit für das Rennen konzentriert. Dass die schnellsten fünf Fahrzeuge trotzdem innerhalb von nur 1,8 Sekunden liegen, bestätigt, wie eng es in diesem Jahr in Le Mans zugeht."
Die Entscheidung über die Startaufstellung fällt am Donnerstagabend in zwei weiteren Qualifying-Sessions (19 bis 21 Uhr und 22 bis 24 Uhr).
Text: Audi
Vorbericht Nr. 22 |
8.6.2011 |
Ein weiter Weg bis nach Le Mans

Es bedarf mehr als dem Ausfüllen einer Anmeldung oder dem Annehmen einer Einladung - eine Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans bedeutet meist ein Jahr penible Vorbereitung. Für die 79. Auflage dieses Langstreckenklassikers darf ein Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Audi und Peugeot erwartet werden. Beide Teams bereiten sich seit Herbst 2010 auf dieses Rennen vor.
Ein verlässliches Auto, erfahrene und flinke Renningenieure für die Boxentopps und Piloten, die heiß auf den Sieg sind - das sind die wesentlichen Zutaten für einen Erfolg in Le Mans. Egal ob in der GT mit den Corvettes, Ferraris, BMWs oder Porsches oder in den LMP-Klassen: Bis zum Mittwoch vor dem Rennen müssen alle Vorbereitungen abgeschlossen sein, denn an diesem Tag beginnen die Trainings auf dem 13,629 km langen Rennkurs. Dazu Peugeot-Rennsportdirektor Olivier Quesnel: "Direkt im Anschluss an das Vorjahres-Rennen haben unsere Arbeiten am neuen Wagen begonnen. Nötig machten dies unter anderem geänderte Regeln des Automobile Club de l'Ouest." Zu Jahresende hatten die Franzosen ihr Auto, den neuen V6 mit Dieselantrieb fertig und konnten die Tests im Süden Europas beginnen. Erst Anfang Januar konnte hingegen Audi sein neues Auto fertig stellen. "Obwohl wir Mitte Januar mit dem Testen begonnen hatten, schafften wir es leider nicht bis zu den 12 Stunden von Sebring im März und wir mussten mit dem alten R15Plus an den Start gehen", so Dr. Wolfgang Ullrich, Direktor von Audi Sport. In der Woche anschließend an dieses Rennen in Florida habe man den neuen Audi R18 getestet. So hilfreich private Tests - wo auch immer, in Europa oder Florida - auch sein mögen, die besten Versuche würde nun einmal der Rennsport ermöglichen. "Der neue 908 war für Sebring startklar, und obwohl die dortige Strecke nicht mit jenen in Frankreich vergleichbar ist, haben wir eine ganze Menge Informationen bekommen", so Alexander Wurz, einer der Peugeot-Werksfahrer. Obwohl das 12-Stunden-Rennen in Sebring für den neuen Audi zu früh angesetzt war, zieht Rolex Testimonial Tom Kristensen dennoch ein positives Resümee. "Es war ein guter Test, und zwar für Rennstrategien und das Optimieren unserer Boxenstopps", meinte der achtfache Sieger von Le Mans und Rekordhalter aus Dänemark.
Auch die Fahrer für sich standen im Training. Audi etwa organisiert jeden Winter eine Team-Building-Woche in den Bayerischen Alpen. Während Kristensen und seine üblichen Teamkollegen McNish (MCO) und Capello (ITA) nur Langstreckenrennen bestreiten, nehmen der Deutsche Mike Rockenfeller und einige andere bei anderen, ausgesuchten Events während des Jahres teil. Rockenfeller (Sieger der Rolex 24 At Daytona 2010 und Titelverteidiger in Le Mans) ist Pilot der Deutschen DTM-Serie und gewann letztes Monat sein erstes Rennen im niederländischen Zandvoort.
In Spa-Francorchamps in Belgien war im Mai die zweite Station des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) und quasi die letzte Möglichkeit, Prototypen und GT-Autos für Le Mans zu testen. "In Spanien und Frankreich haben wir wirklich viel ausprobiert und waren auch in Sebring mit von der Partie. Aber das waren halt nur Tests, genauso wie hier in Spa. Für Le Mans muss einfach alles perfekt zusammenpassen", so Marc Gené, der mit dem Peugeot-Team in Belgien gewinnen konnte.
Gut eine Woche vor den Renntagen kommen die teilnehmenden Teams nach Le Mans. Am Sonntag, 4. Juni steht die technische Inspektion an und ab Mittwoch, 8. Juni, wartet das erste Training. "Ich liebe dieses Rennen. Sobald ich auf der Autobahn unterwegs bin und die Schilder in Richtung Le Mans zeigen, bin ich schon ganz aufgeregt. Es ist einfach was Einzigartiges und mit keinem anderen Event zu vergleichen", sagt Tom Kristensen zum Spirit von Le Mans.
Gestartet wird die 79. Auflage der 24 Stunden von Le Mans am Samstag, 10. Juni um 15 Uhr. Dieses Rennen ist zugleich die dritte Station der ILMC Series. Nach diesem Klassiker gibt es weitere Rennen in Imola (Italien) im Juli, Silverstone (England) im September und Road Atlanta (USA) im Oktober. Das Saisonfinale geht Mitte November im chinesischen Zhuhai über die Bühne. Rolex ist offizieller Zeitnehmer bei den 24 Stunden von Le Mans und beim Intercontinental Le Mans Cup.
Text: Rolex
Vorbericht Nr. 21 |
4.6.2011 |
Langstrecken-Weltmeisterschaft der FIA ab 2012


Die FIA und der ACO haben sich auf eine Weltmeisterschaft für Langsteckenrennen geeinigt. Die zukünftige Rennserie wird aus den Intercontinental Le Mans Cup Läufen mit den '24h Le Mans' als Highlight bestehen. Als Zeichen der Partnerschaft wird Jean Todt als Präsident der FIA das Rennen am 11. Juni in Le Mans starten. Das wären also folgende Rennen (2011 als Beispiel):
- 12 Stunden von Sebring (USA)
- 1000 km Spa-Francorchamps (B)
- 24h Le Mans (F)
- 6h Imola (I)
- 6h Silverstone (GB)
- 10h Road Atlanta/Petit Le Mans (USA)
- 6h China
Quelle: FIA
Update 10.6.2011: Es werden folgende Titel vergeben:
- Manufacturers' Endurance World Champion
- Drivers' Endurance World Champion
- FIA LM P2 Trophy
- FIA GTE Am Trophy
- FIA Trophy für das beste private Team, offen für alle Kategorien
Vorbericht Nr. 20 |
3.6.2011 |
Peugeot 908 - Diesel-Sportwagen will in Le Mans für Furore sorgen

Am 11./12. Juni wird mit dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans das absolute Highlight der Sportwagen Saison ausgetragen. Peugeot Sport tritt beim Langstreckenklassiker, der zugleich der dritte Saisonlauf des Intercontinental Le Mans Cups (ILMC) ist, mit drei Peugeot 908 an. Das Ziel: der vierte Erfolg für die Löwenmarke nach 1992, 1993 und 2009.
"Le Mans ist eine Legende, ein Mythos. Es ist das größte und wichtigste Rennen im Langstreckensport - ganz besonders für uns als französische Marke", sagt Olivier Quesnel, Direktor von Peugeot Sport. "Man muss dort mit allem rechnen. Daher ist ein Sieg dort so etwas Besonderes und eine Niederlage so schmerzlich. Unser gesamtes Programm ist auf dieses eine Rennen ausgerichtet. Um am Sonntag die Zielflagge als Erste sehen zu können, darf man sich keine Fehler erlauben."
--- 24-Stunden-Premiere für neuen Peugeot 908 ---
Für die diesjährige 79. Auflage der 24-Stunden von Le Mans entwickelte Peugeot einen komplett neuen LMP1-Sportwagen. Aufgrund des für 2011 geänderten Reglements verfügt der Peugeot 908 nun über einen Dieselmotor mit 3,7 Liter Hubraum und rund 550 PS. Markantestes äußeres Erkennungszeichen ist die nun vorgeschriebene, vom Cockpit bis zum Heckflügel reichende Finne. Am 15. Januar 2010 wurde das V -HDi FAP-Triebwerk erstmals gestartet, knapp ein halbes Jahr später, am 29. Juli, wurde der 908 erstmals auf der Rennstrecke erprobt. Nach insgesamt 15 Testsitzungen, bei denen rund 45.000 Kilometer zurückgelegt wurden, sowie Renneinsätzen in Sebring und Spa-Francorchamps, bei denen in Belgien ein Doppelsieg zu Buche steht kommt Peugeot gut gerüstet an die Sarthe.
"Unser Fahrzeug wurde speziell für Le Mans entwickelt", so Bruno Famin, der Technische Direktor von Peugeot Sport. "Es war von Anfang an sehr schnell, daher lag unsere Priorität vor allem auf der Zuverlässigkeit. Die Anforderungen an das Fahrzeug sind in Le Mans aber enorm und wir hoffen, dass wir von größeren technischen Schäden verschont bleiben. Genau wie in jedem Jahr haben wir alles dafür getan, um mit dem konkurrenzfähigsten Fahrzeug und einem optimal vorbereiten Team an den Start zu gehen."
--- Peugeot setzt auf erprobten Fahrerkader ---
Peugeot Sport vertraut in Le Mans auf die bereits im Vorjahr bewährten neun Piloten. Den Peugeot 908 mit der Startnummer "7" steuern die drei ehemaligen Formel-1-Fahrer Anthony Davidson (GB), Marc Gené (E) und Alexander Wurz (A) und das Schwesterauto mit der Nummer "8" pilotiert das französische Trio Nicolas Minassian, Franck Montagny und Stéphane Sarrazin. Im dritten Peugeot 908 mit der Startnummer "9" übernehmen beim Eintagesklassiker die Sportwagen-Routiniers Simon Pagenaud (F), Pedro Lamy (P) und Sébastien Bourdais (F) das Lenkrad. "Die Fahrer kennen sich sehr gut", so Teammanager Pascal Dimitri. "Obwohl sie alle ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind, bilden sie eine wirkliche Einheit - was unheimlich wichtig ist."
Quelle: Peugeot
Vorbericht Nr. 20 |
3.6.2011 |

Audi ist bereit für das Rennen des Jahres
Exakt 183 Tage nach der Weltpremiere in Ingolstadt wird es für den neuen Audi R18 TDI so richtig ernst: Wenn am 11. Juni um 15 Uhr die Startampel bei den legendären 24 Stunden von Le Mans auf Grün springt, geht es für Audi um die Chance auf den zehnten Sieg beim bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt.
Neunmal hat Audi die 24 Stunden von Le Mans in den vergangenen zwölf Jahren gegen teilweise stärkste Konkurrenz gewonnen und damit seine Rolle als Technologie-Führer unterstrichen. Immer wieder waren Erfolge der Marke mit den vier Ringen begleitet von technischen Innovationen. 2001 kombinierte Audi Turboaufladung mit Direkteinspritzung. Der TFSI, der den Audi R8 nahezu unschlagbar machte, spielt heute in der Serie beim Downsizing eine bedeutende Rolle. 2006 gelang Audi der erste Le-Mans-Erfolg eines Dieselfahrzeugs. Und beim Dreifachsieg im Vorjahr, bei dem der seit 39 Jahren bestehende Distanzrekord überboten wurde, kamen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG) zum Einsatz.
Auch der Audi R18 TDI steckt voller technischer Innovationen - vom kompakten 3,7-Liter-V6-TDI mit Mono-VTG-Lader über die Voll-LED-Scheinwerfer bis zum ultra-Leichtbau, der in Le Mans 2011 auch visuell dargestellt wird: Die drei Fahrzeuge des Audi Sport Team Joest zeigen viel puristische Kohlefaser. Karbonfaser-verstärkter Kunststoff (CFK) gilt als wichtiges Material bei der bevorstehenden Elektrifizierung von Serienfahrzeugen. Bei Audi ist das extrem leichte und hochfeste Material im Motorsport schon seit den 80er-Jahren im Einsatz.
Trotz reduzierter Motorleistung durch die 2011 vorgeschriebenen kleineren, hochaufgeladenen Motoren erreicht der Audi R18 TDI in Le Mans dank einer effizienten Aerodynamik fast dieselbe Höchstgeschwindigkeit wie das Vorgängermodell R15 TDI. Auch die Rundenzeiten, die auf der 13,629 Kilometer langen Rennstrecke schon während des Testtages Anfang Mai erzielt wurden, waren eindrucksvoll. Inzwischen, so die Hochrechnungen der Techniker von Audi Sport, sollte der neue LMP1-Sportwagen noch weitere Fortschritte bei Speed und Konstanz gemacht haben.
--- 6.000 Kilometer ohne Probleme ---
Bei den letzten Testfahrten im Anschluss an das Renndebüt des R18 TDI beim 1000-Kilometer-Rennen in Spa-Francorchamps konzentrierte sich die Mannschaft in Monza und Le Castellet vor allem auf die Zuverlässigkeit und eine möglichst konstante Performance. Eine Distanz von 6.000 Kilometern galt es als Bewährungsprobe für Le Mans zu absolvieren - rund 600 Kilometer mehr als beim Rekordsieg im Vorjahr. Der R18 TDI meisterte diese Vorgabe klaglos. Und auch bei der Feinabstimmung gelang dem Team noch einmal ein vielleicht entscheidender letzter Schritt.
Die drei Einsatzfahrzeuge mit den Chassisnummern R18-104 (Timo Bernhard/Romain Dumas/Mike Rockenfeller), R18-106 (Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer) und R18-105 (Dindo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish) wurden nach dem Rennen in Spa-Francorchamps bei Audi Sport in Ingolstadt komplett zerlegt und mit höchster Akribie neu aufgebaut. Schließlich kann das kleinste Detail die Arbeit von Monaten zunichte machen.
--- Von Spielberg nach Le Mans ---
Inzwischen sind die drei Audi R18 TDI bereits in Le Mans eingetroffen, wo sie am Montagnachmittag ab 16:20 Uhr bei der öffentlichen Technischen Abnahme im Stadtzentrum von Le Mans den Technischen Kommissaren vorgeführt werden. Audi ist als vorletztes Team an der Reihe, da ein Teil der Mannschaft direkt vom DTM-Rennen in Spielberg nach Le Mans kommt - darunter auch Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich und Mike Rockenfeller, einer der drei Vorjahressieger.
Erstmals auf der Rennstrecke in Aktion sind die Fahrzeuge am Mittwochnachmittag ab 16 Uhr beim Freien Training. Am selben Abend steht das erste Qualifying auf dem Programm, endgültig steht die Startaufstellung erst am Donnerstag um Mitternacht fest. Der Start des Rennens erfolgt am Samstag um 15 Uhr.
Quelle: Audi AG
Vorbericht Nr. 19 |
3.6.2011 |
Porsche-Kundenteams mit acht 911 GT3 RSR stark vertreten
Fünf Teams, acht Fahrzeuge, 24 Piloten: Die Porsche-Kundenteams aus Europa und den USA engagieren sich bei der 79. Auflage des Langstreckenklassikers am 11./12. Juni in Le Mans besonders stark. Sie setzen beim härtesten Autorennen der Welt insgesamt acht Porsche 911 GT3 RSR in den beiden Sportwagen-Klassen GTE Pro und GTE Am ein. Alle Porsche-Werksfahrer sind am Start - darunter auch Marc Lieb (Ludwigsburg), Richard Lietz (Österreich) und Wolf Henzler (Nürtingen), das Siegertrio des Vorjahres. Porsche ist mit 16 Gesamt- und 98 Klassensiegen die mit Abstand erfolgreichste Marke in Le Mans.
Die Porsche-Fahrer
In unveränderter Besetzung kehren die Vorjahressieger an die Stätte ihres Erfolges zurück. Für Marc Lieb und Richard Lietz brachte 2010 den jeweils zweiten Klassensieg (nach 2005 bzw. 2007) in Le Mans, Wolf Henzler stand dagegen erstmals ganz oben auf dem Podest. Die 2011er-Version des 911 GT3 RSR für die Titelverteidiger wird vom Team Felbermayr-Proton in der Klasse GTE Pro eingesetzt. Auch das Team Flying Lizard Motorsports aus den USA schickt mit dem schlagkräftigen Werksfahrer-Duo Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) einen Elfer in der Profi-Kategorie an den Start. Zusammen haben sie 2004 in Le Mans den Klassensieg geholt, Patrick Long war außerdem 2007 erfolgreich. Unterstützt werden die mehrfachen Meister der American Le Mans Series von Lucas Luhr (Ermatingen), der mit Porsche 2002 und 2003 GT-Siege in Le Mans feierte.
Der französische Porsche-Werkspilot Patrik Pilet startet zusammen mit seinen Landsleuten Raymond Narac und Nicolas Armindo im 911 GT3 RSR des Teams IMSA Performance Matmut. Während Teameigner Narac als äußerst erfahren in Le Mans gilt, gibt der amtierenden Meister des Carrera Cup Deutschland sein Debüt beim Langstreckenklassiker. Der jüngste Porsche-Werksfahrer, Marco Holzer (Lochau), fährt für das belgische Team ProSpeed Competition. Der 22-Jährige feierte 2010 seinen Le-Mans-Einstand mit einem Podiumsplatz. Er teilt sich das Cockpit des GTE-Pro-Elfers mit Marc Goossens (Belgien) und Jaap van Lagen (Niederlande). Im fünften 911 GT3 RSR in der Klasse GTE Pro, der ebenfalls von Felbermayr-Proton eingesetzt wird, wechseln sich der Brite Nick Tandy - aktueller Tabellenführer des Porsche Mobil1 Super Cup und des Carrera Cup Deutschland - sowie Bryce Miller (USA) und Abdulaziz Faisal (Saudi-Arabien) ab.
In der Sportwagen-Kategorie GTE Am, in der lediglich ein Profirennfahrer pro Fahrzeug eingesetzt werden darf, starten drei weitere 911 GT3 RSR - wie in dieser Klasse vorgeschrieben - auf dem technischen Stand des Vorjahres. Für Flying Lizard Motorsports gehen die Amerikaner Seth Neiman, Darren Law und Spencer Pumpelly ins Rennen, für Proton Competition Teamchef Christian Ried (Schönebürg) sowie die Österreicher Horst Felbermayr Senior und Junior. Und unter der Regie von Larbre Competition stellen sich die Franzosen Christophe Bourret, Pascal Gibon und Jean-Philippe Belloc der Herausforderung von Le Mans.
Quelle: Porsche AG
Vorbericht Nr. 18 |
2.6.2011 |
Neues von Flying Lizard
Flying Lizard stellt die beiden Team Fahrzeuge für Le Mans vor. Die spezielle Lackierung wurde von dem in Californien ansässigen Künstler Troy Lee entworfen.


Die Entwürfe für die Start-Nr. 80 und Nr. 81 sind identisch, aber umgesetzt in kom- plementären
Farben:
Metallic-Orange für die Nr. 80 und Metallic-Blau für die Nr. 81, beide durch einen tiefes Dunkelblau verankert.


Flying Lizard gab die Fahrerbesetzung für die '24 Heures du Mans' bekannt. Jörg Bergmeister (Deutschland), Patrick Long (USA) und Lucas Luhr (Deutschland) werden im Flying Lizard Nr. 80 Porsche 911 GT3 RSR in der Klasse GTE Pro starten. Darren Law (USA), Seth Neiman (USA) und Spencer Pumpelly (USA) werden den Flying Lizard Porsche Nr. 81 in der Klasse GTE Am pilotieren.
Quelle: Flying Lizard Motorsports
Vorbericht Nr. 17 |
30.5.2011 |
Überarbeitete Fahrzeug-Einstufungen
Der ACO hat die Einstufungen der Fahrzeuge nach dem zweiten Lauf in Spa-Francorchamps überarbeitet und die Teams müssen sich bis zum Rennen darauf entsprechend einstellen. Das Hauptziel soll sein, die "Langsamen schneller zu machen" erklärt Vincent Beaumesnil, Sport-Direktor des ACO.
Folgende Punkte werden sich ändern:
- LM P1: Die Durchflussmenge beim Tanken wird reduziert, die Betankungszeit wird dadurch länger. Benziner: 38 mm Durchnm. /
Turbo-Diesel 25 mm Durchm.
- LM P1 Benziner: 0,3 Millimeter größere Restriktoren und zehn Kilogramm weniger Gewicht oder 0,5 Millimeter größerer
Luftmengenbegrenzer, wenn kein Gewicht eingespart werden kann.
- TEAM ORECA MATMUT [#10], Peugeot 908 HDi FAP (2010 Fahrzeug): 15 Kilogramm weniger Gewicht
- LM P2: Durchflussbegrenzung beim Tanken; bei LMP2 2010 28 mm Durchm. / LMP2 2011 31,5 mm Durchm.
- GTE: Anpassung Lotus Evora und Doran Ford GT entspr 'ADJUSTMENT OF THE PERFORMANCE' (Technical Bulletin No. 18)
Vorbericht Nr. 16 |
20.5.2011 |
Mazda kehrt mit dem 787B nach Le Mans zurück

Mazda feiert 2011 den Sieg vor 20 Jahren beim weltweit wichtigsten Langstreckenrennen für Sportwagen, dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 1991 gelang es Mazda als erstem und bislang einzigem japanischen Automobilhersteller, das legendäre Rennen zu gewinnen. Zudem war das Siegerauto damals mit einem Wankelmotor unterwegs. In Erinnerung an den denkwürdigen Erfolg wird Mazda auf Einladung des Rennveranstalters Automobile Club de L'Ouest (ACO) am 11. Juni kurz vor dem Start des diesjährigen Rennens eine Ehrenrunde mit dem damaligen Sieger-Sportwagen, dem Mazda 787B, auf dem Circuit de la Sarthe drehen.
Die Ehrenrunde mit dem Mazda 787B auf der etwa 13,5 Kilometer langen Rennstrecke ist für Sonnabend gegen 12:30 Uhr geplant. Außerdem wird Mazda mit dem Fahrzeug auch an der Fahrerparade durch die Stadt Le Mans am Vortag teilnehmen.
Der einzigartige Sportwagen mit Kreiskolbenmotor wurde gemeinsam von Mazda und Mazdaspeed, der zuständigen Unternehmenstochter für den Rennsport der Marke, entwickelt. Das Aggregat brachte eine Leistung von 515 kW / 700 PS. Beim Sieg vor 20 Jahren kam gleichzeitig auch letztmalig ein mit Kreiskolbenmotor angetriebener Wagen bei diesem Rennen zum Einsatz. Heute befindet sich das Fahrzeug im Mazda-Museum in Hiroshima, Japan.
Zusammen mit dem restaurierten 787B werden anlässlich des Ereignisses auch zahlreiche Vertreter von Mazda nach Le Mans reisen, um den damaligen Erfolg zu feiern. Dazu zählt der Engländer Johnny Herbert, Mitglied des siegreichen Teams von 1991, ebenso wie die Mazda- Motorsport-Piloten David Kennedy (Irland) und Pierre Dieudonné (Belgien) sowie zahlreiche andere Teammitglieder.
Quelle: Mazda / ampnet/jri
Vorbericht Nr. 15 |
13.5.2011 |
Spa-Francorchamps: letzte Vorbereitungen für Le Mans
Für 53 Fahrzeuge war es mehr als "nur" die 1000 Kilometer von Spa-Francorchamps, die am Samstag auf der zweiten Station des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) in den belgischen Ardennen am Programm standen. Es war das letzte Rennen vor den 24 Stunden von Le Mans. Großer Triumphator war nach sechs Stunden hochklassigen Rennsports das französische Peugeot-Team mit den Plätzen eins und zwei. Ihre größten Konkurrenten hatten durch verschiedene Zwischenfälle wertvolle Zeit verloren und mussten am Ende den Doppelsieg anerkennen. In der GTE Klasse feierte Ferrari einen beeindruckenden Sieg bei den Profis - Porsche war wiederum bei den Amateuren erfolgreich. Nun steht bei allen Teams die Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans an, die am 11. Juni über die Bühne gehen.

"Es ist ein toller High-Speed-Kurs hier in Spa-Francorchamps, doch er lässt sich unmöglich mit Le Mans vergleichen. Trotzdem liebe ich diese Strecke", bekannte österreichische Peugeot-Pilot Alexander Wurz. Er hatte als erster im Peugeot 908 Platz genommen und zusammen mit Anthony Davidson und Marc Gene den Franzosen Sieg Nummer fünf in Belgien beschert. "Eine bessere Vorbereitung auf den Klassiker in Frankreich kann es gar nicht geben", fügte Wurz hinzu. Auch Team-Direktor Olivier Quesnel war mit dem Resultat sehr glücklich. "Obwohl wir uns in der Qualifikation mit den Startplätze 13, 18 und 50 abfinden mussten, haben wir am Renntag alle eine Top-Job gemacht. Bereits nach dem ersten Boxenstopp sind wir in Führung gelegen. Im Hinblick auf Le Mans haben wir jede Menge Informationen gesammelt und viel gelernt."

Nach dem freien Training und dem Qualifying schien Audi jenes Team zu sein, das es zu schlagen galt. Der neuen R18 TDI war einer der Favoriten. "Leider hatten wir ein paar kleinere Schwierigkeiten, die uns in Summe viel Zeit gekostet haben" sagte Rolex Testimonial Tom Kristensen. Für den Dänen und seine Teamkollegen Dindo Capello (ITA) und Allan McNish (GBR) wurde es am Ende Rang drei. "Wir haben gezeigt, dass wir sehr schnell sein können, hatten aber Probleme mit den Reifen und einen Dreher. Dennoch sind wir für Le Mans optimistisch." Kristensen greift in Frankreich nach Sieg Nummer neun, nachdem sein Markenkollege bei Audi, Mike Rockenfeller (mit Timo Bernhard/GER und Romain Dumas/FRA) 2010 gewinnen konnte. "Mich muss man heuer erst schlagen", scherzte Rockenfeller, "denn letztes Jahr hab ich die Rolex 24 At Daytona und Le Mans gewonnen."
Audis technischer Direktor Ralf Jüttner meinte nach dem Rennen in Belgien: "Aus mechanischer Sicht war alles einwandfrei beim neuen R18 TDI. Einzig ein paar Kleinigkeiten wie die Reifen haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir sind hier mit dem Setup von Le Mans gefahren und wissen jetzt genau, woran wir in den nächsten Wochen bis zu diesem Klassiker noch arbeiten müssen." In den Top-Ten schaffte es auch das französische Oreca Team. "Dieser Kurs hier ist wahnsinnig schnell und wir taten uns etwas schwer, wie neun Runden Rückstand auf die Werksteams zeigen", analysierte Teameigentümer Hughues de Chaunac. Bei den benzinbetriebenen LMP1 Prototypen waren die Pescarolo-Judd am schnellsten vor den Swiss Lola-Toyotas. Leider nicht am Start waren die neuen Aston Martin Spyder nach ihrem Debüt im Rahmen der Le Mans Serie in Le Castellet. Peugeot darf sich nach zwei Rennen im ILMC über eine Doppelführung freuen, und zwar sowohl bei den Herstellern als auch bei den Teams.


Stark präsentierten sich die TDS Oreca-Nissans in der LMP2. Sie siegten ebenso wie der neue Ferrari 458
Italia in der GTE Pro. Für den italienischen Autohersteller gab es übrigens zweimal Grund zur Freude, denn AF Corse Fahrer
Giancarlo Fisichella (ITA) sowie dessen Landsmann Gianmaria "Gimmi" Bruni wurden vor Hankook-Farnbacher Zweite. "Das neue Auto
wird immer besser und das gibt uns viel Selbstvertrauen, auch für Le Mans", kommentierte der frühere Formel 1-Star die
Leistung.

Wenn am Samstag, 11. Juni die Rolex Uhr am Le Mans Circuit 15 Uhr zeigt, nimmt ein Teilnehmerfeld von 55 Fahrzeugen die 79. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans in Angriff. Mehr als eine viertel Million Zuschauer werden vor Ort auf den Tribünen und entlang der Strecke Zeugen des weltberühmte Langstreckenrennens sein - Millionen Zuschauer werden das Rennen via TV verfolgen. Trotz der Tatsache, dass Peugeot und Audi die erklärten Favoriten sind, sind Überraschungen jederzeit möglich. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, geht ein Rennen über 24 Stunden an die Substanz von Fahrern und Autos, zudem spielt das Wetter eine wesentliche Rolle.
Text: Rolex
Vorbericht Nr. 14 |
8.5.2011 |
1000 km Spa: Doppelsieg für Peugeot

Einen beeindruckenden Doppelsieg mit der Start-Nr. 7 und 8 legte das Team Peugeot bei den 1000 km in
Spa-Francorchamps hin. Hat Peugeot während den Trainingssitzungen etwas untertrieben oder war es nur Zufall, daß durch den
Unfall des OAK-Pescarolo die Startplätze 12, 17 und 49 belegt wurden?
Auf jeden Fall legten die Peugeot - speziell die #7 mit Alexander Wurz - direkt nach dem Start um 14:05 Uhr eine Aufholjagt
vor, die dann um 14:47 Uhr auf den ersten Platz führte.

Das Endergebenis nach 6 Stunden für Peugeot:
Platz 1 [# 7] Alexander Wurz/Marc Gené/Anthony Davidson
Platz 2 [# 8] Stephane Sarrazin/Franck Montagny/Nicolas Minassian
Platz 8 [# 9] Patrick Bourdais/Simon Pagenaud/Pedro Lamy
- Gené/Wurz/Davidson (Peugeot) 161 Rd. in 6:02.03,799 Std.
- Montagny/Sarrazin/Minassian (Peugeot) + 42,965 Sek.
- Capello/Kristensen/McNish (Audi R18 TDI) - 1 Rd.
- Bernhard/Dumas/Rockenfeller (Audi R18 TDI) - 2Rd.
- Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18 TDI) - 3 Rd.
- Collard/Tinseau/Jousse (Pescarolo-Judd) - 5 Rd.
- Jani/Prost (Lola-Toyota) - 5 Rd.
- Lamy/Bourdais/Pagenaud (Peugeot) - 6 Rd.
- Belicchi/Boullion (Lola-Toyota) - 6 Rd.
- Lapierre/Duval/Panis (Peugeot) - 9 Rd.
- Fisichella/Bruni (I/I), Ferrari F458 Italia, 144 Rd.
- Farnbacher/Simonsen (D/DK), Ferrari F458 Italia, 144 Rd.
- Priaulx/Alzen (GB/D), BMW M3, 144 Rd.
- Armindo/Narac (F/F), Porsche 911 GT3 RSR, 140 Rd.
- Perazzini/Cioci/Lémeret (I/I/B), Ferrari F430, 140 Rd.
- Canal/Bornhauser/Gardel (F/F/CH), 139 Rd.
Vorbericht Nr. 13 |
8.5.2011 |
1000 km Spa: Audi R18 TDI beim Debüt auf Platz drei

Das Audi Sport Team Joest erlebte beim Renndebüt des neuen Audi R18 TDI in Spa-Francorchamps (Belgien) eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Nach einem perfekten Qualifying und einer tollen Show in der Anfangsphase des Rennens belegten die drei Audi R18 TDI die Plätze drei, vier und fünf.
Zu Beginn des Rennens sahen die 34.600 Zuschauer eine starke Vorstellung des neuen LMP1-Sportwagens der AUDI AG. André Lotterer übernahm am Start die Führung und verteidigte diese bis kurz vor seinem ersten Boxenstopp. Auch der von der Pole-Position gestartete Timo Bernhard und Allan McNish (trotz eines Drehers in der Startrunde) mischten in der ersten Stunde an der Spitze mit und lieferten sich im dichten Verkehr begeisternde Duell mit der Konkurrenz.

Doch kleinere Zwischenfälle, die in der Summe große Auswirkungen hatten, warfen alle drei Audi R18 TDI zurück. Der anfangs klar führende André Lotterer musste beim ersten Boxenstopp zurückgeschoben werden und verlor so wertvolle Zeit. Sein Teamkollege Benoît Tréluyer kam außerplanmäßig an die Box, weil sich auf dem linken Vorderreifen ein ungewöhnlich großes Stück Gummiabrieb gesammelt hatte. Kurz danach wiederholte sich dieses Phänomen, worauf der Franzose ins Kiesbett rutschte und zwei Runden verlor. Marcel Fässler klagte anschließend über ein anspruchsvoll zu fahrendes Auto - auch er hatte mit Pickup zu kämpfen. Am Ende belegte der Audi R18 TDI mit der Startnummer "2" den fünften Platz.
Auch der von der Pole-Position gestartete Timo Bernhard hatte Pech: Im Kampf um die Spitze wurde er im schnellen Streckenabschnitt "Blanchimont" am Heck von einem langsameren Fahrzeug touchiert. Dabei wurden die Heckhaube und der Diffusor beschädigt. Romain Dumas und Mike Rockenfeller hatten anschließend mit einem unterschiedlichen Fahrverhalten in Links- und Rechtskurven zu kämpfen. Auch die Startnummer "1" musste kurz vor dem Ziel wie die beiden anderen Audi R18 TDI noch einmal zum Nachtanken kurz an die Box kommen. Mit zwei Runden Rückstand wurden Bernhard/Dumas/Rockenfeller Vierte.

Das erste Podiumsergebnis für den neuen Audi R18 TDI erzielten Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish, die bei der Le-Mans-Generalprobe in Spa wie im Vorjahr den dritten Platz belegten. Doch auch die Besatzung der Startnummer "3" wurde unter Wert geschlagen. Ein Dreher von Allan McNish in der Startrunde blieb noch ohne Folge: Der Schotte kämpfte sich von Platz 16 schnell wieder an die Spitze heran. Dindo Capello aktivierte in seinem Stint versehentlich den Geschwindigkeits-Begrenzer für die Boxengasse und verlor dadurch rund 20 Sekunden. Nach einer Korrektur des Reifendrucks an der Vorderachse war Tom Kristensen in der Schlussphase auf dem Vormarsch: Der Le-Mans-Rekordsieger hatte schon den zweitplatzierten Peugeot im Visier, als eine Stunde vor Rennende der linke Hinterreifen plötzlich Luft verlor und ein außerplanmäßiger Boxenstopp notwendig wurde. Mit einer Runde Rückstand wurden Capello/Kristensen/McNish schließlich Dritte.
Quelle: Audi AG
Vorbericht Nr. 12 |
5.5.2011 |
Erster Renneinsatz des neuen Audi R18 TDI

Jetzt wird es ernst: Nach Tausenden von Testkilometern inklusive des Testtages in Le Mans ist der neue Audi R18 TDI bereit für seinen ersten Renneinsatz. Beim 1000-Kilometer-Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien) absolviert das Audi Sport Team Joest am Samstag, den 7. Mai die Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans.
Nun ist Spa-Francorchamps Schauplatz für das Debüt des jüngsten LMP1-Sportwagens aus dem Hause Audi, der die ultra-Leichtbau-Technologie des Unternehmens visuell erlebbar macht und über einen neuartigen ultrakompakten V6-TDI-Motor verfügt. Der Kurs in den belgischen Ardennen gilt als besonders anspruchsvoll und ist daher gut als Generalprobe für den Saisonhöhepunkt in Le Mans am 11./12. Juni geeignet. Auch im vergangenen Jahr lernte das Audi Sport Team Joest in Spa-Francorchamps sehr viel. Einen Monat später feierte Audi in Le Mans mit dem R15 TDI einen Dreifachsieg und brach den 39 Jahre alten Distanzrekord.
Dieses Mal würde die Mannschaft um Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich gerne auch die Generalprobe für sich entscheiden. Schließlich zählt das 1000-Kilometer-Rennen von Spa-Francorchamps auch als zweiter Lauf zum neu geschaffenen Intercontinental Le Mans Cup (ILMC).
Doch es wird in Spa-Francorchamps nicht nur auf Schnelligkeit und Zuverlässigkeit ankommen: Nicht weniger als 60 Sportprototypen und GT-Fahrzeuge sind für das Rennen genannt. Damit wird es auf der 7,004 Kilometer langen Rennstrecke extrem eng.

Trainiert wird in den Ardennen bereits ab Donnerstag. Das Qualifying steht am Freitagnachmittag auf dem Programm. Das 1000-Kilometer-Rennen wird am Samstag um 14:05 Uhr gestartet und dauert maximal sechs Stunden.
Die Fahrzeuge und Fahrer:
- Timo Bernhard / Romain Dumas / Mike Rockenfeller
- Marcel Fässler / André Lotterer / Benoît Tréluyer
- Dindo Capello / Tom Kristensen / Allan McNish
Quelle: Audi AG
Vorbericht Nr. 11 |
5.5.2011 |
Peugeot 908 - Diesel-Sportwagen startet auf der "Ardennen-Achterbahn"

Sechs Wochen vor dem Saisonhöhepunkt in Le Mans startet Peugeot Sport am kommenden Samstag mit drei Peugeot 908 beim 1.000-Kilometer-Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien). Der zweite Lauf des Intercontinental Le Mans Cups (ILMC) ist der letzte Test des Diesel-Sportwagens unter Wettbewerbs- bedingungen vor dem französischen Langstreckenklassiker, der am 11./12. Juni ausgetragen wird.
"Nachdem wir beim Saisonauftakt in Sebring auf das Podest gefahren sind, haben wir zahlreiche Testfahrten
durchgeführt", so Olivier Quesnel, der Direktor von Peugeot Sport. "Der Lauf in Spa ermöglicht es uns, nun zu erproben, ob wir
auch rennbereit für die 24 Stunden von Le Mans sind. Wir sind in Belgien mit der kompletten Mannschaft vor Ort und arbeiten
damit unter den gleichen Bedingungen wie später in Le Mans. Auch wenn der Gewinn des ILMC für uns ein wichtiges Ziel ist,
werden wir am Wochenende so kurz vor dem Jahreshighlight keine unnötigen Risiken im Kampf um den Sieg eingehen.
Ziel Nr. 1 bleibt der Sieg des 24-h-Klassikers in Le Mans."
Die drei Peugeot 908 werden in Spa mit einem Set-up antreten, das weitestgehend der Abstimmung für Le Mans gleicht. "Das
Hauptaugenmerk wird darauf liegen, Abläufe und Arbeitsprozesse im Team während eines Rennwochenendes zu trainieren", erklärt
Bruno Famin, der Technische Direktor von Peugeot Sport.
Pilotiert werden die drei Peugeot 908 in Spa von den neun Peugeot-Werksfahrern. Am Steuer des Fahrzeugs mit der Startnummer "7" nehmen Anthony Davidson, Marc Gené und Alexander Wurz Platz. Die Nummer "8" pilotieren Nicolas Minassian, Franck Montagny und Stéphane Sarrazin. Und die Nummer "9" wird von den Vorjahressiegern Sébastien Bourdais, Pedro Lamy sowie Simon Pagenaud gesteuert.
Achtung: Live-Übertragung am Samstag ab 13:00 UhrQuelle: Peugeot
Vorbericht Nr. 10 |
26.4.2011 |
Testtag: ILMC Teams testen Rennstrecke von le Mans

Bevor am 11. Juni der Start zu den 24 Stunden von Le Mans erfolgt, haben nicht weniger als 54 Teams die letzte Möglichkeit beim Schopf gepackt, um den Kurs in Le Mans zu testen. Trotz des "Tests" waren an diesem Ostersonntag in Westfrankreich Rivalität und Wettbewerb unter Fahrern und Teams deutlich spürbar. Am stärksten präsentierte sich wie erwartet die Klasse LM P1 auf der 13,629 Kilometer langen Rennstrecke.
Seit vielen Jahren sind die 24 Stunden von Le Mans das wichtigste Sportwagenrennen im internationalen Motorsportkalender. Um bestens auf dieses einzigartige Rennen vorbereitet zu sein, bieten die Organisatoren rund um den ACO (Automobile Club de l'Ouest) allen Teilnehmern die Chance, den Kurs wenige Wochen vorher unter die Lupe zu nehmen. "Viele Teile der Strecke sind im Normalfall öffentliche Straßen. Diese Abschnitte können nur während des Testtages und beim Rennen selbst abgesperrt werden. Zum Testen gibt es also keine andere Möglichkeit als an diesem Tag", sagte ACO-Präsident Jean-Claude Plassart. "Bei der 79. Auflage in diesem Jahr findet das Rennen exakt auf dem Kurs von 1923 statt. In diesen knapp 90 Jahren hat sich natürlich einiges getan, aber die Straßen sind mehr oder weniger dieselben."
Das Duell Audi gegen Peugeot hat nicht nur den ersten Stopp im diesjährigen Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) am legendären Sebring Raceway in Florida dominiert, sondern wird darf auch in Le Mans erwartet werden. Offiziell wurde an diesem Testtag keine Zeit genommen, die Teams selbst haben die Zeiten ihrer Autos und Piloten hingegen sehr wohl gestoppt. Mit einer dreieinhalb-Minuten-Runde waren die Peugeots 908 mit Fahrer Stéphane Sarrazin (FRA) in Le Mans am schnellsten. Rivale Audi war mit dem neuen R18 Coupe zum Testtag an den Circuit de la Sarthe gekommen und egalisierten diese Zeit. Vorjahressieger Mike Rockenfeller zählte zu den schnellsten Piloten: "Bei diesem Test haben wir heute alle notwendigen Informationen für das Rennen erhalten. Es wäre großartig, die 24 Stunden noch einmal zu gewinnen, und zwar nicht nur wegen des Titels. Eine zweite dieser wunderschönen Rolex Cosmograph Daytona Uhren ... das wär's." Für seinen Teamkollegen Tom Kristensen war es ein "fruchtbares Wochenende", so das Rolex Testimonial. "Das Setup für den neuen R18 war optimal. Wir sind zum ersten Mal in einem geschlossenen Wagen gesessen - trotzdem hat alles bestens funktioniert. Dieses Sechsganggetriebe ist eine Wucht." Der achtfache Le Mans Sieger aus Dänemark ist vom knappen Duell begeistert. "Schon jetzt waren die Top-Autos nur wenige Zehntel auseinender. Ich denke, dass es eine spannende Schlacht wird."

Auch Aston Martin war mit einem neuen Auto am Start. Dem AMR-ONE fehlte aber der Rhythmus, war rund 20 Sekunden langsamer und beendete nur die Morgensession. Für Adaptierungen und mehr Speed hat das Team aber immer noch einen Monat lang Zeit. Schnellster benzinbetriebener Wagen war der Pescarolo-Judd von Emmanuel Collard (FRA) unmittelbar vor den Lola-Toyotas. Der Sieger von Sebring, Hughes de Chaunac, freut sich über die positive Entwicklung bei Peugeot: "In Sebring konnten wir einen grandiosen Sieg feiern. Damit haben wir gezeigt, dass Peugeot mit allen Werksteams mithalten kann. Heute haben wir gesehen, dass wir nicht weit zurück liegen und bis Juni konkurrenzfähig sein werden."
Im Rahmen des ILMC sind die GTE Klassen für Profi- und Amateurteams offen. Bei den Profiteams war der aufregende Ferrari F458 Italia am schnellsten, bei den Amateuren hingegen die Corvette. In der LM P2 siegte der Oreca Nissan.
Alle Teilnehmer des ILMC haben nur diese eine Testmöglichkeit in Le Mans. Das nächste Langstrecken-Rennen sind am 7. Mai die 1000 Kilometer von Spa-Francorchamps/Belgien. Obwohl sich der Kurs in den belgischen Ardennen von jenem in Frankreich stark unterscheidet, ist es laut Peugeot Sport Direktor Olivier Quesnel "dennoch ein guter Test für das ganze Team. Der beste Test auf Renn-Niveau ist immer nach das aktuelle Rennen." Spa-Francorchamps ist übrigens die zweite Station des ILMC 2011. Nach Le Mans gibt es noch vier weitere Stationen in dieser Serie: Imola/Italien, Silverstone/England, Road Atlanta/Amerika und als Saisonfinale die 6 Stunden von Zhuhai in China. Seit der Intercontinental Le Mans Cup im letzten Sommer vom ACO eingeführt worden ist, erfreut sich dieser immer größerer Popularität. Teams und Fans sind von dieser Rennserie begeistert, die Rolex als wichtiger Partner unterstützt.
Die 79. Auflage der 24 Stunden von Le Mans startet am Samstag, 11 Juni. Wenn die berühmte Rolex an der Start-/Ziellinie 15 Uhr zeigt, gehen über 50 Fahrzeuge in das 24-Stunden-Rennen. Mehr als eine viertel Million Zuschauer sehen dieses Rennen von den Tribünen oder rund um den Kurs vor Ort. Außerdem haben Millionen die Möglichkeit, das Rennen im Fernsehen live zu verfolgen. Für diese Übertragung arbeitet der ACO mit Eurosport zusammen.
Quelle: ROLEX
Vorbericht Nr. 9 |
25.4.2011 |
Peugeot: erfolgreicher Testtag

Das Team Peugeot Total nutzte den Le Mans Testtag, ihre Vorbereitungen für die weltweit berühmteste Langstreckenrennen fortzusetzen. Das technische Team und die zehn Fahrer Sébastien Bourdais, Anthony Davidson, Marc Gené, Pedro Lamy, Nicolas Minassian, Franck Montagny, Simon Pagenaud, Stéphane Sarrazin, Alexander Wurz und Jean-Karl Vernay komplettierten das geplante Testprogramm.
Acht Stunden intensive Arbeit
Am Sonntag sahen die brandneuen Peugeot 908 die 13,629 km der Le Mans Rennstrecke das erste Mal. Die 10 Fahrer teilten sich die drei Fahrzeuge entsprechend dem Arbeitsplan. In der Vormittags-Session wurden von der #7 59 Runden geschafft, nachmittags waren es 58 Runden. Die #8 (Anthony Davidson) fuhr am Vormittag eine Bestzeit von 3:50,516 und er war sehr zufrieden damit.

Der neue Ersatzfahrer Jean-Karl Vernay konnte auch seine 10 Mindestrunden absolvieren und hat sich dadurch für's Rennen qualifiziert. Zum Ende der Nachmittagssitzung konnte die beste Peugeot-Rundenzeit von Stéphane Sarrazin auf der #8 auf 3:27,876 gesetzt werden.
Insgesamt absolvierte die #7 117 Runden, die #8 80 Runden und die #9 43 Runden. Damit wurde das Testziel erreicht und man schaut nun auf den nächsten Einsatz am 7. Mai bei den 1000 km Spa-Francorchamps.
Der erste Einsatz des 908 Hybrid beim Testtag wurde abgesagt, weil man sich voll auf den Gewinn der 24h mit dem normalen 908 konzentrieren will.
Vorbericht Nr. 8 |
25.4.2011 |
Zurück in Le Mans: BMW Motorsport absolviert ertragreichen Testtag für das 24-Stunden-Rennen.

Sieben Wochen vor dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans (FR) hat das Team von BMW Motorsport einen wichtigen Schritt in seinem Vorbereitungsprogramm gemacht. Gemeinsam mit 52 weiteren Fahrzeugen traten die beiden BMW M3 GT mit den Startnummern 55 und 56 am Sonntag auf dem "Circuit de la Sarthe" an und legten insgesamt 147 Runden zurück. Bei der einzigen Testgelegenheit auf der 13,629 Kilometer langen Strecke vor dem Rennen am 11./12. Juni 2011 sammelte die Mannschaft wertvolle Daten, die nun in die weitere Vorbereitung einfließen werden.

Der BMW M3 GT mit der Startnummer 55 und den Fahrern Augusto Farfus (BR), Jörg Müller (D) und Dirk Werner (D) belegte nach den beiden je vierstündigen Test-Sessions mit einer Zeit von 4:01,631 Minuten den dritten Platz in der GTE-Pro-Klasse. Der zweite BMW M3 GT, pilotiert von Andy Priaulx (GB), Dirk Müller (D) und Joey Hand (US), erreichte eine Zeit von 4:03,856 Minuten und kam damit auf den siebten Rang.

"Dieser Test vor dem 24-Stunden-Rennen war für uns ein wichtiger Termin", sagte Teammanager Charly Lamm im Anschluss an den Testtag. "Le Mans ist ein derart besonderer Platz, dass jede einzelne Runde auf dieser Strecke hilft. Die Mannschaft hat die Gelegenheit genutzt, um sich wieder auf die besonderen Anforderungen dieser Strecke und die speziellen Abläufe einzustellen. Insbesondere für Joey Hand war der Test von Bedeutung. Er hat sich als Le-Mans-Neuling für das Rennen im Juni qualifiziert. Die Bedingungen waren gut, alle sechs Fahrer haben viele Runden absolviert, so dass wir eine Menge Daten sammeln konnten."

Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans wird BMW Motorsport mit derselben Fahrerbesetzung antreten. Dann geht es für die sechs Piloten nicht nur um ein Top-Ergebnis bei diesem geschichtsträchtigen Marathon, sondern auch im Punkte für den Intercontinental Le Mans Cup. Nach dem GT-Doppelsieg vom BMW Team RLL beim Saisonauftakt in Sebring (US) liegt BMW in dieser Meisterschaft sowohl in der GT-Team- als auch in der Herstellerwertung an der Spitze.
Quelle: BMW AG
Vorbericht Nr. 7 |
24.4.2011 |
Audi R18 TDI besteht Generalprobe in Le Mans

Seinen ersten öffentlichen Auftritt absolvierte der Audi R18 TDI in Le Mans mit Bravour. 24.987 begeisterte Fans erlebten, wie sich das Audi Sport Team Joest am Ostersonntag mit drei Fahrzeugen und allen Fahrern auf das 24-Stunden-Rennen (11./12. Juni) vorbereitete. Der innovative Sportwagen mit seiner ultra-Leichtbau-Technologie markierte beim wieder eingeführten Testtag am Ende die beiden schnellsten Zeiten.

Während die Aussagekraft der Rundenzeiten am Testtag erfahrungsgemäß gering ist, stehen für die Verantwortlichen bei Audi nach acht Stunden sehr viel wichtigere Erkenntnisse im Vordergrund. Der innovative Diesel-Sportwagen war sehr gut für den anspruchsvollen Kurs von Le Mans vorbereitet, alle geplanten Programme wurden absolviert und die zehn Piloten kamen bestens auf der anspruchsvollen Strecke zurecht. Neben den neun Einsatzpiloten kam auch Test- und Reservefahrer Marco Bonanomi zum Einsatz, der zum ersten Mal in Le Mans fuhr.

Obwohl sich Audi auf Abstimmungsarbeiten konzentrierte, markierte Tom Kristensen in der Startnummer 3 die schnellste Zeit des Tages. Der achtmalige Le-Mans-Sieger umrundete den Kurs an der Sarthe in 3.27,687 Minuten. Vorjahressieger Mike Rockenfeller benötigte in Startnummer 1 für die 13,629 Kilometer lange Strecke nur 0,128 Sekunden mehr. Weder ein Regenschauer am Vormittag noch ein Dreher des R18 TDI mit der Startnummer 2 beeinträchtigten die Arbeit. Besonders positiv war die Kooperation mit Reifenpartner Michelin. Tom Kristensen, Allan McNish und Dindo Capello fuhren wertvolle Daten ein. Neben der Abstimmung hatten alle Fahrer ein weiteres gemeinsames Ziel: Audi tritt zum ersten Mal seit 1999 mit einem geschlossenen Auto in Le Mans an. Für die Piloten ging es deshalb auch darum, das Sichtfeld besser kennenzulernen, in realistischen Verkehrssituationen zu fahren und den Fahrerwechsel an der Box zu praktizieren.

Am Ostersonntag bestimmten nicht nur die bevorstehenden 24 Stunden von Le Mans die Gedanken im Audi Sport Team Joest. Jeder der drei Audi R18 TDI trug am Heckflügel zwei Aufkleber, die den Helm von Michele Alboreto stilisieren. Sie erinnern an den früheren Audi-Werksfahrer, dessen Todestag sich am 25. April zum zehnten Mal jährt.
Ergebnis
1. Capello/Kristensen/McNish/Bonanomi (Audi R18 TDI) 3.27,687 Min.
2. Bernhard/Dumas/Rockenfeller (Audi R18 TDI) 3.27,815 Min.
3. Sarrazin/Davidson/Montagny (Peugeot) 3.27,876 Min.
4. Fässler/Lotterer/Tréluyer/Bonanomi (Audi R18 TDI) 3.27,878 Min.
5. Wurz/Bourdais/Vernay/Davidson (Peugeot) 3.28,304 Min.
6. Lapierre/Duval/Panis (Peugeot) 3.31,141 Min.
7. Minassian/Gené/Lamy/Pagenaud/Vernay (Peugeot) 3.32,549 Min.
8. Collard/Tinseau/Jousse (Pescarolo-Judd) 3.36,583 Min.
9. Jani/Prost/Bleekemolen (Lola-Toyota) 3.37,809 Min.
10. Belicchi/Boullion/Smith (Lola-Toyota) 3.38,716 Min.
Quelle: Audi AG
Vorbericht Nr. 6 |
23.3.2011 |
BMW feiert Doppelsieg beim 12-Stunden-Rennen von Sebring

BMW ist mit einem Doppelsieg in die American Le Mans Series (ALMS) gestartet. Der BMW M3 GT des RLL-Teams mit der Startnummer 56 und den Fahrern Dirk Müller (D), Joey Hand (US) und Andy Priaulx (GB) triumphierte in der GT-Klasse nach 312 Runden beim traditionsreichen 12-Stunden-Rennen von Sebring (US). Dirk Werner (D), Bill Auberlen (US) und Augusto Farfus (BR) komplettierten im M3 GT mit der Nummer 55 und Rang 2 den Erfolg. Im Vorjahr hatte das Team die Plätze zwei und drei belegt.
Mit diesem Ergebnis sammelten die BMW-Piloten gleich für zwei Meisterschaften wertvolle Punkte. Das Rennen auf dem "Sebring International Raceway" geht nicht nur in die Wertung der American Le Mans Series ein, sondern wird auch für den Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) gewertet.

Für das BMW Team RLL, das im vergangenen Jahr den ALMS Team- und Herstellertitel in der GT-Klasse errungen hatte, war es der dritte Sieg in der American Le Mans Series. 2009 und 2010 gewann die Mannschaft von Bobby Rahal (US) jeweils in Road America (US).
Das zweite Rennen in der ALMS steht für das Team RLL am 16. April 2011 in Long Beach (US) auf dem Programm. Im Intercontinental Le Mans Cup greift das BMW Team Schnitzer erstmals beim 1.000-Kilometer-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) am 7. Mai 2011 ins Geschehen ein.
Dirk Müller [#56]: "Ich bin einfach nur glücklich. Ein 12-Stunden-Rennen zu gewinnen, ist immer unglaublich schwierig. Aber heute ging er wirklich extrem eng zu. Wir sind über das gesamte Rennen in der Spitzengruppe gefahren und haben an unsere Chance geglaubt. Dieser Sieg ist die perfekte Belohnung für die ganze Arbeit, die BMW Motorsport und das BMW Team RLL über den Winter geleistet haben."
Text und Fotos: BMW AG
Ergebnis Klasse GT1. Priaulx/Müller/Hand (GB/D/USA), BMW M3 GT, 312 Runden
2. Farfus/Auberlen/Werner (BR/USA/D), BMW M3 GT, 311
3. Beretta/Garcia/Milner (MC/E/USA), Chevrolet Corvette, 311
4. Gavin/Magnussen/Westbrook (GB/DK/GB), Chevrolet Corvette, 311
5. Fisichella/Bruni/Kaffer (I/I/D), Ferrari F458, 311
6. Bergmeister/Long/Lieb (D/USA/D), Porsche 911 GT3 RSR, 310
7. Holzer/Law/Neiman (D/USA/USA), Porsche 911 GT3 RSR, 306
Vorbericht Nr. 5 |
13.3.2011 |
Abschied vom Audi R15 TDI in Sebring

Bei den 12 Stunden Sebring startet Audi am 19. März in die Sportwagen-Saison 2011. Zum letzten Mal kommt dabei der Audi R15 TDI zum Einsatz, der technisch an die in diesem Jahr gültigen neuen Regularien angepasst werden musste und intern den Projektnamen "R15 plus plus" trägt. Timo Bernhard/Romain Dumas/Mike Rockenfeller (D/F/D), die Le-Mans-Sieger des Vorjahres, sowie Dindo Capello/Allan McNish/Tom Kristensen (I/GB/DK), Le-Mans-Gewinner von 2008, steuern die beiden Diesel-Rennsportwagen.
Drastische Einschnitte bei der Technik
Das neue Reglement für LMP1-Prototypen limitiert den Hubraum für neue Modelle wie den Audi R18, der im Mai sein erstes Rennen bestreiten wird, auf 3,7 Liter. Ältere Fahrzeuge wie der Audi R15 TDI werden entsprechend eingebremst. So muss der 5,5-Liter-V10-Motor des Audi R15 TDI die Außenluft nun über zwei Luftmengenbegrenzer von 33,5 Millimeter Durchmesser ansaugen - das sind vier Millimeter weniger als zuvor. Gleichzeitig ist der Ladedruck um 23 Prozent auf 2.000 Millibar reduziert worden, nachdem zuvor noch 2.590 Millibar erlaubt waren. Der Kraftstofftank darf lediglich 65 statt zuvor 81 Liter Diesel fassen, ebenso ist der Durchfluss in der Betankungsanlage um fünf auf 28 Millimeter reduziert worden. "Die Beschränkungen am Motor spürten die Fahrer im Test in Florida nur zu deutlich. Da fehlen gleich mehrere Dutzend Pferdestärken", erklärt Ralf Jüttner, Technischer Direktor des Audi Sport Team Joest. "Die Verringerung des Tankvolumens klingt zunächst drastisch, doch der Motor verbraucht natürlich auch weniger. Und der langsamere Durchfluss am Tank bedeutet, dass die Stopps trotz des geringeren Tankvolumens keineswegs kürzer werden."
Text und Foto: Audi
Vorbericht Nr. 4 |
13.3.2011 |
Peugeot bringt den 908 erstmals in Sebring an den Start

Mit dem 12-Stunden-Rennen in Sebring (Florida) beginnt am 19. März die zweite Saison des Intercontinental
Le Mans Cup (ILMC).
Titelverteidiger Peugeot startet dabei erstmals mit dem neuen 908. Das Fahrzeug wird auch am 24-
Stunden-Rennen in Le Mans teilnehmen.
Vom neuen Sportprototyp, der über ein 3,7-Liter-V8-Dieseltriebwerk mit rund 550 PS verfügt, setzt Peugeot in Sebring zwei
Fahrzeuge ein. Das Auto mit der Startnummer #7 pilotieren Alexander Wurz (A), Marc Gené (E) und Anthony Davidson (GB), in
der #8 starten Franck Montagny (F), Stéphane Sarrazin (F) und Pedro Lamy (P).
"Unser Hauptziel in den USA ist es, Erfahrung zu sammeln", sagt Bruno Famin, der Technische Direktor von Peugeot Sport. "Der 908 ist ein ganz neues Fahrzeug, daher ist es wichtig, möglichst viel zu fahren und dadurch zu lernen. Nach den Testfahrten können wir dieses nun erstmals unter Rennbedingungen tun."
Text und Foto: Peugeot
Vorbericht Nr. 3 |
9.3.2011 |
Vorstellung des Peugeot 908

Peugeot Sport hat in dieser Motorsportsaison ein umfangreiches Engagement vor. Erklärte Ziele sind der
Gewinn weiterer Meisterschaftstitel und Siege bei wichtigen Einzelrennen.
Mit dem 908 setzt das Team Peugeot Total in seinem Langstreckenprogramm auf ein neues Auto.
Der Fokus von Peugeot Sport liegt traditionell auf dem Langstreckenprogramm. Zwei Ziele sollen erreicht werden: der Sieg beim
großen Saison-Highlight, den 24 Stunden von Le Mans (11. bis 12. Juni), und die Titelverteidigung im erstmals im vergangenen
Jahr ausgetragenen Intercontinental Le Mans Cup.
Der Name: 908. Die Mission: Siege einfahren

Der 908 HDi FAP war ein Garant für viele Erfolge von Peugeot in den vergangenen Jahren: Titelgewinn in der Le Mans Series 2007, Zweifacherfolg bei den 24 Stunden von Le Mans 2009, Titelgewinn bei der ILMC- Premierensaison. Auf den 908 HDi FAP folgt jetzt der 908. "Wir haben uns für den Namen 908 entschieden, um den direkten Bezug zu den jüngsten Erfolgen herzustellen", sagt Xavier Peugeot, Direktor für Marketing und Kommunikation bei Peugeot. Nach dem 905 und dem 908 HDi FAP ist der 908 das dritte Auto, das Peugeot Sport extra für Langstreckenrennen entwickelt und gebaut hat. Und wie schon bei den Vorgängern lautet auch beim 908 die Mission: ein weiterer Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Bisher schlagen aus den Jahren 1992, 1993 und 2009 drei Erfolge zu Buche.
Der Peugeot 908 wurde nach dem neuen Reglement der ACO konzipiert. Entsprechend wurde der geschlossene Sportwagen mit einer sogenannten Haifischflosse, wie sie auch die Formel-1-Autos haben, ausgerüstet. Der 908 wird von einem 550 PS starken 3,7-Liter-V8-HDi-FAP-Dieselmotor angetrieben. Damit bestreitet Peugeot im fünften Jahr in Folge Langstreckenrennen mit dem serienmäßigen Rußpartikelfiltersystem FAP.
Das Erfolgsgeheimnis für den Le-Mans-Sieg: Konstanz

Ein neues Fahrzeug und Änderungen im Technischen Reglement - aber die Menschen, die das Team bilden, sind dieselben. "Schon bei unserer Nachbesprechung in Vélizy im vergangenen Jahr habe ich den Fahrern gesagt, dass ich vollstes Vertrauen in sie habe", erklärt Olivier Quesnel, Direktor von Peugeot Sport. "Jeder einzelne von ihnen ist ein echter Profi. Wir haben neun Piloten, die zu den besten ihres Fachs gehören. Wieder mit ihnen ins Rennen gehen zu können, ist ein großer Gewinn für uns."
Die drei Teams für Le Mans:
#7 908: Alexander Wurz / Anthony Davidson / Marc Gené
#8 908: Franck Montagny / Nicolas Minassian / Stéphane Sarrazin
#9 908: Sébastien Bourdais / Pedro Lamy / Simon Pagenaud
Das Peugeot Langstreckenprogramm 2011
19. März 12 Stunden Sebring (USA)
08. Mai 1.000 km Spa-Francorchamps (B)
11.-12. Juni 24 Stunden von Le Mans (F)
03. Juli 6 Stunden Imola (I)
11. September 1.000 km Silverstone (GB)
01. Oktober Petit Le Mans (USA)
12. November Schanghai (CN)
Technische Daten PEUGEOT 908
| Chassis | |
|---|---|
| Klasse | Le Mans Prototyp LMP1 |
| Cockpit | Kohlefaser-Monocoque |
| Karosserie | Kohlefaser |
| Windschutzscheibe | Polykarbonat | Kraftübertragung |
| Getriebe | 6 Gänge, sequenziell hydraulisch geschaltet, längs eingebaut, Gehäuse aus Aluminium |
| Kupplung | Mehrscheiben-Keramik-Kupplung |
| Differenzial | Differenzial mit begrenztem Schlupf |
| Schmierstoffe | Fa. Total | Fahrwerk/Lenkung | Bremsen |
| Aufhängung | Doppelquerlenker-Aufhängung mit Pushrod-Dämpfung über Kipphebel vorn und hinten |
| Federn | Drehstabfederung |
| Dämpfer | Druckbetätigte Stoßdämpfer |
| Stabilisatoren | Vorn und hinten einstellbar |
| Lenkung | Servolenkung |
| Bremsen | Hydraulisches Zweikreisbremssystem, Leichtmetall-Monoblock-Bremssättel |
| Scheiben | Belüftete Karbonscheiben vorn (380 mm Durchmesser) und hinten (355 mm), vom Fahrer einstellbare Bremsbalance | Räder |
| Felgen | Magnesium, 14,5 x 18 Zoll (vorn), 14,5 x 18 Zoll (hinten) |
| Reifen | Michelin, 37/71-18 (vorn und hinten) | Abmessungen |
| Länge / Breite / Höhe | 4640 / 2000 / 1030 mm |
| Radstand | 2950 mm |
| Überhang | 950 mm (vorn), 750 mm (hinten) |
| Tankvolumen | 65 Liter Diesel |
| Gewicht | 900 Kilogramm | Motor |
| Bauform | Voll-Aluminium-Mittelmotor, vor der Hinterachse längs eingebaut |
| Zylindergehäuse | Aus Aluminium gefräst |
| Kolben | Stahlkolben |
| Zylinder | V8 im 90-Grad-Winkel |
| Hubraum | 3,7 Liter |
| Ventile | 4 Ventile pro Zylinder |
| Einspritzung | Bosch Common-Rail-Direkteinspritzung |
| Turbolader | Bi-Turbo, jeweils mit 33,5-Millimeter-Luftmengenbegrenzer |
| Partikelfilter | 2 Filter von Dow Automotive |
| Motorsteuerung | Bosch MS17 |
| Leistung | 550 PS |
| Schmierstoffe | Fa. Total |
Text und Fotos: Peugeot
Vorbericht Nr. 2 |
2.3.2011 |
Erfolgreicher Test für den Audi R18
- Zwei neue Audi R18 bei Testfahrten in Sebring (USA) im Einsatz
- Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans 2011
- Alle neun Werksfahrer teilen sich die Testaufgaben

Viereinhalb Monate vor den 24 Stunden von Le Mans laufen bei Audi die Vorbereitungen für den Langstrecken-Klassiker auf Hochtouren. Bei Testfahrten in Sebring (US-Bundesstaat Florida) kamen zwei neue Audi R18 sowie ein Audi R15 TDI zum Einsatz.

Das Programm auf der amerikanischen Traditionsrennstrecke sah für einen der völlig neu entwickelten LMP1-Sportwagen Dauerläufe vor, am zweiten Audi R18 wurde unterdessen vorwiegend Entwicklungsarbeit geleistet. Der Audi R15 "plus plus", der beim 12-Stunden-Rennen in Sebring, dem Saisonauftakt des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC), zum Einsatz kommt, absolvierte ebenfalls einen Long-Run, zudem wurde am Fahrzeug die Basis-Abstimmung für das Rennen im März erarbeitet.

Bei den Testfahrten, die am Samstag zu Ende gingen, wechselten sich die neun Audi-Werkspiloten so im Cockpit ab, dass alle Fahrer jeden der drei Sportwagen pilotieren konnten.
"Wir sind mit der Performance des Audi R18 bei unserem ersten Einsatz in Sebring sehr zufrieden", erklärte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Unsere Wahl fiel auf diese Rennstrecke, weil hier die Mechanik der Fahrzeuge stark gefordert wird. Die Temperaturen sind besser als derzeit in Europa, zudem gibt uns das trockene Wetter die Sicherheit, die Dauerläufe wie geplant durchzuführen. Auf nasser Strecke wären die Belastungen geringer und damit die Testergebnisse weniger aussagekräftig."
Fahrerkader für den neuen Audi R18 steht
- Unveränderte Formation bei den 24 Stunden von Le Mans
- Le-Mans-Sieger von 2010 starten auch in Sebring
- Bernhard, Fässler, Kristensen und McNish bilden ILMC-Kernmannschaft

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich ist es gelungen, alle neun Piloten, die im vergangenen Jahr beim historischen Audi-Dreifachtriumph bei den 24 Stunden von Le Mans auf dem Podium standen, auch für Le Mans 2011 zu verpflichten. Die Fahrer, die für Audi im Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) auf Titeljagd gehen, stehen ebenfalls fest.

"Wir hatten im vergangenen Jahr in Le Mans einen sehr starken und ausgeglichenen Fahrerkader", sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Jedes unserer drei Fahrzeuge hätte gewinnen können. Deshalb war es unser erklärtes Ziel, 2011 in Le Mans mit einem unveränderten Fahrerkader anzutreten. Ich bin sehr zufrieden, dass uns das gelungen ist. Jetzt können wir uns ganz auf die Entwicklung des Audi R18 konzentrieren und müssen keinen neuen Fahrer in die Mannschaft integrieren, was mit zusätzlicher Arbeit und auch Risiken verbunden gewesen wäre. Der Zeitplan bis Le Mans ist auch so schon eng genug."

Die drei neuen Audi R18, die am 11./12. Juni 2011 bei der 79. Auflage des Langstrecken-Klassikers an den Start gehen, werden genauso besetzt sein wie die drei R15 TDI, die im vergangenen Jahr die Plätze eins bis drei belegten und alle den alten Distanzrekord übertrafen. Den R18 mit der Startnummer "1" pilotieren die Vorjahressieger Timo Bernhard (Deutschland), Romain Dumas (Frankreich) und Mike Rockenfeller (Deutschland). Le-Mans-Rekordgewinner Tom Kristensen (Dänemark) bildet erneut ein Team mit Dindo Capello (Italien) und Allan McNish (Schottland), mit denen er 2008 in Le Mans triumphierte. Den dritten R18 pilotieren die Vorjahreszweiten Marcel Fässler (Schweiz), André Lotterer (Deutschland) und Benoît Tréluyer (Frankreich).

In derselben Formation bestreitet das Audi Sport Team Joest auch den offiziellen Testtag in Le Mans am 24. April und das 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien) am 8. Mai, das Audi auch in diesem Jahr als Generalprobe für Le Mans dient und bei dem der technisch innovative Audi R18 sein Renndebüt feiern wird.

Beim Auftakt des Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) in Sebring (US-Bundesstaat Florida) am 19. März wird das Audi Sport Team Joest noch mit zwei Audi R15 TDI antreten, die an das neue technische Reglement angepasst wurden. Am Steuer sitzen die amtierenden Le-Mans-Gewinner Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller sowie die Sebring-Sieger von 2009 Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish.

Bei den vier Läufen des Intercontinental Le Mans Cup, die nach den 24 Stunden von Le Mans stattfinden, sind Tom Kristensen/Allan McNish und Timo Bernhard/Marcel Fässler als Stammfahrer gesetzt. Zur Verstärkung in Road Atlanta kann Audi zudem auf Porsche-Werksfahrer Romain Dumas zurückgreifen.

"Aufgrund der Terminüberschneidungen zwischen der DTM und dem ILMC war es nicht einfach, den Fahrerkader zu formieren", sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. "Das hat zum Beispiel verhindert, dass Mike Rockenfeller eine komplette Saison im R18 fahren kann. Aber wir haben mit Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard, Marcel Fässler, Tom Kristensen und Allan McNish für die Sport-Prototypen eine starke Kernmannschaft, mit der wir gut aufgestellt sind."
Neben den Renneinsätzen steht für alle neun Audi-Sportwagen-Piloten ein umfangreiches Testprogramm mit dem Audi R18 auf dem Programm, das in den USA und in Europa durchgeführt wird.
Die Audi-Fahrerteams 2011
Sebring:- Dindo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish
- Timo Bernhard/Romain Dumas/Mike Rockenfeller
Spa und Le Mans:
- Dindo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish
- Timo Bernhard/Romain Dumas/Mike Rockenfeller
- Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer
ILMC nach Le Mans:
- Tom Kristensen/Allan McNish
- Timo Bernhard/Marcel Fässle
Text und Fotos: Audi AG
Vorbericht Nr. 1 |
2.3.2011 |
Peugeot 908 HYbrid4
Peugeot präsentiert Hybrid-Rennwagen auf Genfer Salon
- Kombination von Diesel-Technologie mit elektrischem Antrieb
- Zusatzleistung von 60 kW (80 PS)
- Erste Einsätze für 2011 geplant

Der im Februar vorgestellte neue Peugeot 908 wird auf dem Genfer Automobilsalon erstmals als Hybrid-Diesel-Version enthüllt. Bereits in diesem Jahr sollen erste sportliche Einsätze folgen.

Mit dem entsprechend dem neuen Langstreckenreglement konzipierten 908 unterstreicht die Löwenmarke ihren Anspruch: Die Vereinbarkeit von Fahrvergnügen und Umweltbewusstsein auf höchstem Niveau ist fester Bestandteil der Markenidentität von Peugeot. Dieses Engagement stütztsich 2011 auf die Technologie HYbrid4, die den Diesel mit einem elektrischen Antrieb kombiniert - zwei Bereiche, in denen die Marke schon traditionell mit technischer Exzellenz glänzt.
Die Technologie des 908 HYbrid4

Seit der Präsentation des Hybrid-Forschungsfahrzeugs in der Saison 2008 in Silverstone hat Peugeot Sport die Technologie in enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren des Konzerns stetig weiterentwickelt.
Der 908 HYbrid4 nutzt ein System, das kinetische Energie in Bremsphasen zurückgewinnt, speichert und beim Beschleunigen wieder abgibt. Die Nutzung dieser Energieform verbessert den Wirkungsgrad des Antriebs deutlich.

Das System erzeugt eine zusätzliche Leistung von 60 kW (80 PS), die für mehrere Sekunden in Beschleunigungsphasen zur Verfügung steht. Die in Lithium-Ionen-Batterien gespeicherte Energie von 500 kJ zwischen zwei Bremsvorgängen wird beim Beschleunigen automatisch - also ohne "Push to pass"-Betätigung - an die Hinterachse abgegeben. Während der Fahrt in der Boxengasse ist auch ein rein elektrischer Antrieb möglich. Er wird zum Homologationsumfang des Fahrzeugs zählen.
Zielsetzungen für den 908 HYbrid4

Nach der Weltpremiere des 908 HYbrid4 in seiner charakteristischen weißen Lackierung auf dem Genfer Automobilsalon hat Peugeot Sport mit dem Rennwagen folgenden Einsatz geplant: die Teilnahme am Testtag für die 24 Stunden von Le Mans am 24. April. Damit hat sich die Marke ein ausgesprochen ehrgeiziges Ziel gesetzt, denn die Umsetzung hängt ebenso von einer erfolgreichen Vorbereitung des neuen 908 auf die 24 Stunden von Le Mans wie von den Ergebnissen der ersten Tests mit dem 908 HYbrid4 ab.
Technische Daten 908 HYbrid4
Chassis:Kohlefaser-Monocoque
Kraftübertragung:
Sequenzielles, hydraulisch betätigtes Sechsgang-Getriebe mit Rückwärtsgang
Verbrennungsmotor:
Diesel, V8 HDi FAP
Hubraum: 3,7 Liter
Leistung: 550 PS
Hybridsystem:
Leistung: 60 kW (80 PS)*
*ausschließlich in Phasen der Energieabgabe nach vorheriger Rekuperation
Energiegewinnung:
- über die Hinterachse
- 500 kJ zwischen zwei Bremsungen
- Speicherung in Lithium-Ionen-Batterien
- automatische Abgabe in Beschleunigungsphasen ohne manuelle "Push to pass"-Betätigung
Rein elektrische Fahrt ausschließlich in der Boxengasse
Dimensionen:
Länge: 4.640 mm
Breite: 2.000 mm
Radstand: 2.950 mm
Höhe: 1.030 mm
Gewicht: 900 kg
Text und Fotos: Peugeot
